Strafanzeige gegen die Kelag eingereicht

SENNWALD. Weil die in den Bereichen Schweisstechnik, Apparatebau, Rohrleitungsbau sowie Tank- und Behälterbau tätige Kelag-Gruppe in Sennwald ihren Verpflichtungen nicht nachkam, leiteten Gläubiger inzwischen rechtliche Schritte ein.

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SENNWALD. Weil die in den Bereichen Schweisstechnik, Apparatebau, Rohrleitungsbau sowie Tank- und Behälterbau tätige Kelag-Gruppe in Sennwald ihren Verpflichtungen nicht nachkam, leiteten Gläubiger inzwischen rechtliche Schritte ein. Die sich seit Oktober in Nachlassstundung befindliche Kelag-Gruppe hat sich offenbar bereits im Februar und Mai mit Gläubigern auf «Fahrpläne» zur Abzahlung von Forderungen von rund zwei Millionen Franken geeinigt, wie Dokumente und Aussagen von Betroffenen belegen.

Weil die Kelag aber schon wenig später ihren Verpflichtungen nicht nachkam, beendeten die Gläubiger die Geschäftsbeziehungen und leiteten rechtliche Schritte ein. Auf Anfrage bestätigte die St. Galler Staatsanwaltschaft, dass eine Strafanzeige eingereicht wurde. Ehemalige Mitarbeiter der Kelag teilen die Schätzung von Gläubigern, dass die gesamten Ausstände gegen zehn Millionen Franken betragen könnten.

Die Gläubiger werfen den Kelag-Verantwortlichen vor, dass sie bereits im Frühling 2014 hätten erkennen müssen, dass die Liquidität nicht mehr gegeben war und sie deshalb die vom Gesetz vorgesehenen Sanierungsschritte hätten einleiten müssen.

Einige Gläubiger sind unzufrieden über die «mangelnde Kommunikation» der Firmenleitung, der neuen Inhaber und des Sachwalters. Martin Fricker, Mediensprecher der Kelag, widerspricht diesem Vorwurf. Die Gläubiger seien jeweils ausführlich und praktisch zeitgleich mit den Mitarbeitenden der Kelag und der Öffentlichkeit schriftlich informiert worden. (ht)