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Stolze Maler seit 50 Jahren

Der Vater baute sie auf, der Sohn führt sie mit Verve weiter: Die Firma Kostgeld hat sich seit fünf Jahrzehnten dem Malerhandwerk verschrieben. Das Jubiläum feierte sie mit den Kunden.
Claudia Schmid
Stefan und Willi Kostgeld in ihrem Malergeschäft. (Bild: Urs Bucher)

Stefan und Willi Kostgeld in ihrem Malergeschäft. (Bild: Urs Bucher)

Willi Kostgeld kam in den 1960er-Jahren von Österreich nach St. Gallen, um in der alteingesessenen St. Galler Malerfirma von Magnus Reith zu arbeiten. Er und seine Frau Martha hatten damals alles andere als die Absicht, ihr ganzes Leben in der Gallusstadt zu verbringen. Doch als ihnen Maler Reith vorschlug, sein Geschäft zu übernehmen, entschlossen sie sich für den gewagten Schritt.

Jungen Anwalt beigezogen

Beinahe wäre das Vorhaben gescheitert. Willi Kostgeld engagierte für die Abwicklung der Geschäftsübernahme einen jungen Anwalt namens Kurt Furgler. Dieser eröffnete ihm, als österreichischer Staatsangehöriger könne er in der Schweiz keine Firma gründen. Das Problem wurde gelöst, in dem sich Willi Kostgeld einen Partner mit Schweizer Pass suchte. Er fand ihn in Louis Mauret, der ebenfalls seit vielen Jahren in der Malerfirma Reith tätig war. 1984 ging Mauret in Pension und Willi Kostgeld – inzwischen mit Schweizer Pass – gründete eine Einzelfirma. Bereits ein Jahr später folgte mit dem Bezug von neuen Büroräumlichkeiten an der Neptunstrasse 5 eine Betriebsvergrösserung. In der Zwischenzeit war auch Sohn Stefan von der Faszination des Malerhandwerks angesteckt. «Bereits im Schulalter, als ich jeweils in den Ferien mein Taschengeld im Malergeschäft verdiente, hat es mich gepackt», sagt er. 1979 trat er als Lehrling in den elterlichen Betrieb ein, absolvierte später die Polier- und Meisterprüfung. Er führt nun seit 25 Jahren das Familienunternehmen weiter.

Heute trägt das Geschäft den Namen «Malen Kostgeld». Es sei durch und durch eine St. Galler Firma, erklären Vater und Sohn übereinstimmend. «Der grösste Teil unserer Aufträge stammen aus der Stadt. Zu unserer Kundschaft gehören sowohl Private als auch die öffentliche Hand.» Für unzählige neue und historische Objekte konnte das Malergeschäft renovieren, restaurieren und Farbkonzepte entwickeln. Unter ihnen sind das Kloster, die Universität, das Bundesverwaltungsgericht, die Industrie- und Handelskammer, die Lokremise das Textilmuseum oder die Militärkantine. Die gestiegenen Wohnansprüche, neue Materialien und ein gesteigertes Umweltbewusstsein forderten eine stetige Weiterbildung, erklärt Stefan Kostgeld. Aber auch die Pflege und manchmal auch das Wiederentdecken alter Techniken in den zahlreichen historischen Restaurationsaufträgen verlangten Interesse am Beruf.

«Vieles hat sich verändert in den Jahren und doch ist das Wesentliche gleich geblieben: Noch immer spüren wir die Leidenschaft für unser Handwerk. Und dieses Feuer geben wir gerne weiter.» 67 Lehrlinge wurden in den letzten 50 Jahren ausgebildet, aktuell arbeiten 37 Fachkräfte bei Malen Kostgeld. «Viele unserer Mitarbeitenden sind mehrere Jahrzehnte für uns tätig sind. Darauf sind wir besonders stolz», betont Stefan Kostgeld.

Beirat gegründet

Für die strategische Weiterentwicklung der Firma hat Kostgeld einen Beirat gegründet. «Die zwei bis drei Treffen im Jahr sorgen dafür, dass die Quelle der Ideen nicht versiegt und die Kreativität in Fluss bleibt.» Dabei sind Schwester Christa Kostgeld, Inhaberin Büro K, Unternehmerin Gabriela Manser, Goba AG Mineralquelle und Manufaktur, Roland Hugentobler, Inhaber Hugentobler & Bühler und Professor Urs Fueglistaller, Geschäftsführender Direktor KMU-HSG.

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