Stimmenzähler haben richtig gezählt

WITTENBACH. In den meisten Gemeinden der Region ist die Situation seit Mitte September klar. Die katholischen Kirchenbehörden wurden vom Volk neu bestellt und sind für die nächsten vier Jahre gewählt. In Wittenbach allerdings ist die Wahl noch nicht abgeschlossen.

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WITTENBACH. In den meisten Gemeinden der Region ist die Situation seit Mitte September klar. Die katholischen Kirchenbehörden wurden vom Volk neu bestellt und sind für die nächsten vier Jahre gewählt. In Wittenbach allerdings ist die Wahl noch nicht abgeschlossen. Nachdem Bruno Wahsel, seit 20 Jahren Mitglied im Kirchenverwaltungsrat, knapp nicht gewählt worden war, verlangte die katholische Administration eine Nachzählung. Wahsel hatte 248 Stimmen erhalten, das Absolute Mehr lag bei 252 Stimmen. «Dass bei einem solch knappen Resultat nachgezählt wird, ist ein normaler Vorgang», sagt Kirchenverwaltungsratspräsidentin Gaby Merz. Es sei auch nicht mehr als fair gegenüber Bruno Wahsel. «Schliesslich haben ihn doch viele Kirchbürger gewählt.»

Zweiter Wahlgang nötig

Vor wenigen Tagen nun hat die Nachzählung stattgefunden, im Beisein eines Vertreters der Administration. Das Ergebnis: Die Wittenbacher Stimmenzähler hatten richtig gezählt. «Wir sind alle erleichtert», sagt Gaby Merz. «Ein Fehler wäre sehr bedauerlich gewesen.»

Hätte eine Nachzählung ergeben, dass Bruno Wahsel das Absolute Mehr bereits im ersten Wahlgang erreicht hatte, hätte er als wiedergewählt gegolten. Jetzt aber ist ein zweiter Wahlgang am 8. November nötig. Nur: Eine Kandidatur ist bis zur Anmeldefrist am 20. September keine eingegangen.

Leere Wahlzettel drucken

«Ich habe nun leere Wahlzettel in Auftrag gegeben», sagt Gaby Merz. Dort könne jeder selber einen Namen einfügen. Am 8. November werde man auszählen. «Mit der Person, die am häufigsten genannt wurde, nehmen wir Kontakt auf und fragen, ob sie das Amt annehmen will.» Falls nicht, müsse man die Person mit den zweitmeisten Stimmen fragen, und so weiter. Ein Amtszwang bestehe ja nicht. Gaby Merz hofft, dass sich die Kirchbürger bewusst überlegen, wen sie auf den Wahlzettel schreiben. «Es geht nicht darum, wen man gerne mag, sondern wer die Fähigkeiten für ein solches Amt mitbringt.» (cor)