Stimmbeteiligung dürfte unter 50 Prozent liegen

Die Abstimmungen und Wahlen vom 30. November locken viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an die Urne. Gemäss dem städtischen Abstimmungsbarometer haben bis gestern mittag von den rund 45 000 Stimmberechtigten in der Stadt St. Gallen 12 158 ihre Unterlagen retourniert.

Merken
Drucken
Teilen
Briefliche Stimmabgabe ist direkt am Rathaus-Briefkasten bis am Mittag des Wahlsonntags möglich. (Bild: Reto Voneschen)

Briefliche Stimmabgabe ist direkt am Rathaus-Briefkasten bis am Mittag des Wahlsonntags möglich. (Bild: Reto Voneschen)

Die Abstimmungen und Wahlen vom 30. November locken viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an die Urne. Gemäss dem städtischen Abstimmungsbarometer haben bis gestern mittag von den rund 45 000 Stimmberechtigten in der Stadt St. Gallen 12 158 ihre Unterlagen retourniert. Das entspricht einer Stimmbeteiligung von 27 Prozent. Zum Vergleich: Bei den Abstimmungen vom 28. September waren zum selben Zeitpunkt erst 11 556 Stimmcouverts retourniert worden. Anfang Februar, als die Masseneinwanderungs-Initiative die Massen mobilisierte, waren es sogar 14 218 Stimmcouverts; das entsprach einer Wahlbeteiligung von 31,5 Prozent, am Ende waren es über 55 Prozent.

Beim Abstimmungsverhalten zeigt sich die typische Wellenbewegung: Bereits am ersten Tag (Dienstag, 11. November) gingen bei der Stadt 5331 Stimmcouverts (knapp 12 Prozent) ein. Am nächsten Tag waren es noch 898. Im Verlauf der Woche flachte die Kurve kontinuierlich ab, um zu Beginn dieser Woche wieder auf über 1000 Stimmcouverts pro Tag anzusteigen und sich anschliessend bei etwa 700 einzupendeln.

Hochgerechnet auf die vergangenen Abstimmungstermine geht Stephan Wenger, Sekretär des Wahl- und Stimmbüros der Stadt, von einer Stimmbeteiligung von etwas unter 50 Prozent aus. Ob diesmal die Ersatzwahl in den Stadtrat oder die Abstimmung zur Ecopop-Initiative das Zugpferd sei, lasse sich nicht abschätzen. Die Stimmcouverts werden erst nach Schliessung der Urnen ausgewertet. (dag)