St.Gallerin Christa Kostgeld führt Lokremise

ST.GALLEN. Ab dem 1. Februar 2010 wirkt die St.Gallerin Christa Kostgeld als Geschäftsführerin der Lokremise. Die Gastronomie in der Lokremise wird Peter Schildknecht mit seiner PSG Gastro AG übernehmen.

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In der umgebauten Lokremise St.Gallen gehen ab dem 12. September Gäste ein und aus. (Archivbild: Hannes Thalmann)

In der umgebauten Lokremise St.Gallen gehen ab dem 12. September Gäste ein und aus. (Archivbild: Hannes Thalmann)

Die in St.Gallen aufgewachsene Christa Kostgeld leistete bereits in mehreren Kulturbetrieben Aufbauarbeit. Die 39-Jährige bringt auch Führungserfahrung mit. Nach ihrer Weiterbildung zur Kulturmanagerin war sie während vier Jahren als Mitglied der Geschäftsleitung und als Verantwortliche für das Marketing des Casino Theaters Winterthur tätig. Auch leitete sie Marketingabteilung der Stiftung Kartause Ittingen. Nun freue sich Christa Kostgeld darauf, der Lokremise St.Gallen gemeinsam mit den Kulturpartnern ein unverwechselbares Profil zu verleihen, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei.

Die Geschäftsführerin koordiniert das Kulturangebot. Sie ist zudem Ansprechpartnerin für Personen und Institutionen, welche die Lokremise für Veranstaltungen aus den Bereichen Kultur, Bildung, Politik und Wirtschaft oder für private Anlässe nutzen möchten. Als Geschäftsführerin der Stiftung stelle sie den Grundbetrieb des Kulturzentrums sicher, schreibt der Kanton.

Ein Restaurant zum Verweilen
Für den Gastronomiebetrieb in der Lokremise wird die PSG Gastro AG unter Peter Schildknecht verantwortlich sein. Das Restaurant in der Lokremise solle dank seiner einladenden Atmosphäre, langen Öffnungszeiten und fairen Preise zum Verweilen und Diskutieren einladen, heisst es im Communiqué. Das Restaurant soll Studierende der nahegelegenen Fachhochschule und Geschäftsleute ebenso ansprechen wie Ausstellungs-, Kino-, Tanz- und Theaterbesucher. «Das Restaurant soll ein eigenständiges Konzept erhalten, das der Ausrichtung der Lokremise als lebendigem Begegnungsort gerecht wird und auch eine leichte vegetarische Küche pflegen wird», ist zu lesen.

Peter Schildknecht hat sich in der St.Galler Gastroszene bereits einen Namen gemacht. PSG sei die grösste private Gastronomieunternehmung der Ostschweiz und zugleich für vielfältige Konzepte bekannt, schreibt der Kanton. «Als erfahrener Gastronom bringt Peter Schildknecht das für die Lokremise gewünschte Know-how hinsichtlich Kapazität und Ausrichtung mit.» Er führe Betriebe wie das «Concerto» in der Tonhalle oder die Gastronomie im Weiterbildungszentrum der Universität St.Gallen, wo er hunderte von Personen bewirten könne. Andererseits betreibe er Restaurants wie den «Marktplatz» mit Brauhausatmosphäre und traditionellen Schweizer Gerichten oder kleinere, atmosphärisch stimmungsvolle Lokale wie das «Wienerberg».

Der Wahl der PSG durch die Stiftung Lokremise sind eine Ausschreibung und sorgfältige Verhandlungen der Gastrojury vorausgegangen, betont der Kanton in seiner Mitteilung. Letztere setzt sich aus Vertretenden des Kantons sowie der Kulturpartner Konzert und Theater St.Gallen, Kinok St.Gallen und Kunstmuseum St.Gallen zusammen.   

Umbau im Zeitplan
Der Umbau der Lokremise St.Gallen komme planmässig voran, ist weiter zu lesen. Am 30. November 2008 hatten sich die St.Galler Stimmberechtigten für den Erwerb und den Umbau des Kulturzentrums Lokremise ausgesprochen und einen Kredit von 22,64 Millionen Franken bewilligt.

Seit Sommer 2009 befindet sich die Lokremise im Umbau. Derzeit werden im «Haus-im-Haus-Prinzip» drei Kuben eingebaut, die für einen Kinosaal, eine Restaurantküche sowie Theatergarderoben Platz bieten werden. Entstehen sollen zwei Theaterzonen, eine Kunst- und Performancezone sowie eine Zone mit Restaurant und Eingangsbereich. Voraussichtlich soll der Kulturbetrieb im Herbst 2010 eröffnet werden. (pd/dbu) 

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