Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

St.Galler KESB mit Meldungen überlastet

ST.GALLEN. Die neun St.Galler Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) sind in den ersten zwei Jahren mit Meldungen überhäuft, die häufig nicht zu einem behördlichen Eingriff führten. Deshalb mussten bereits zusätzliche Stellen bewilligt werden.
Die St.Galler Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde hat viel zu tun. (Bild: Benjamin Manser)

Die St.Galler Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde hat viel zu tun. (Bild: Benjamin Manser)

Seit der Neu-Organisation im Kindes- und Erwachsenenschutz steht die KESB in der Kritik. Die Nähe zu den Betroffenen sei verloren gegangen, die Behörde interveniere zu stark, die Verfahren dauerten zu lange, die Massnahmen kosteten zu viel.

Aus diesem Grund hat der St.Galler Regierungsrat Martin Klöti, Vorsteher des Departements des Innern, die Verantwortlichen der Trägerschaften der neun St.Galler Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) zu einem Treffen eingeladen, wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. Ziel des Treffens war es, die Situation im Kanton St.Gallen anzuschauen und zu prüfen, ob und welche Massnahmen getroffen werden müssen.

Laut Mitteilung bestehen in der Öffentlichkeit noch Unsicherheiten in Bezug auf die Aufgaben der KESB. Die KESB wurde mit Meldungen überhäuft, die oftmals nicht zu einem behördlichen Eingriff führten. Erst wenn freiwillige Unterstützung und Hilfe nicht mehr möglich sind, kommen angeordnete Massnahmen zum Zug. Die Überlastung der KESB macht allen neun Behörden zu schaffen. Deshalb soll in den Regionen ein ausreichendes Angebot für frühe Unterstützung, Beratung und Prävention gesorgt werden. Aufgrund der Aufgaben und neuer Erkenntnisse mussten bereits Strukturen angepasst und weitere Stellen bewilligt werden. Im Kanton St.Gallen organisieren die Gemeinden den Kindes- und Erwachsenenschutz.

Hingegen konnte im ersten Jahr der KESB ein Rückgang der Platzierungen in Kinder- und Jugendheimen reduziert werden, wie die Staatskanzlei weiter mitteilt. Es erfolgten 75 Neueintritte in ein Heim gegenüber 84 im Vorjahr. Allerdings gab es auch weniger Austritte. Dennoch lebten Ende Jahr weniger Kinder und Jugendliche in einem Kinder- und Jugendheim. (pd/maw)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.