ST.GALLER KANTONSRAT: Ein Metropolitanraum für gesamte Bodensee-Region

Die St.Galler Regierung soll sich für die Schaffung eines neuen Metropolitanraums rund um den Bodensee einsetzen. Dies verlangte der Kantonsrat in der Februarsession.

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Symbol für die engen Verbindungen am Bodensee: Die Fähre zwischen Romanshorn und Friedrichshafen. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Symbol für die engen Verbindungen am Bodensee: Die Fähre zwischen Romanshorn und Friedrichshafen. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Die vorberatende Kommission hatte im Regierungsbericht über die Strategie der Aussenbeziehungen Massnahmen vermisst, wie die Wahrnehmung des Kantons St.Gallen sowie der Ostschweiz verbessert werden können.

Zentrales Ziel der Bestrebungen solle die Schaffung eines "metropolitanen Raums Vierländerregion Bodensee" sein, lautete der Auftrag der Kommission an die Regierung. In die gleiche Richtung zielte auch ein Antrag der Fraktionen von CVP-GLP, FDP und SVP.

Gesamte Bodenseeregion einbeziehen
Als Metropolitanräume werden in der Raumplanung Siedlungsgebiete mit urbaner Zentrumsfunktion bezeichnet. Sie gelten als wirtschaftliche Motoren, und auf sie sind die Investitionen des Bundes ausgerichtet, beispielsweise in die Verkehrsinfrastruktur.

Bisher gehört St.Gallen zum Metropolitanraum Zürich. Ein erster Versuch, sich zusammen mit dem Thurgau zu einer eigenen Metropolitanregion zu emanzipieren, scheiterte 2015 an der Absage des Nachbarkantons. Für einen nächsten Versuch soll nun die gesamte Bodensee-Region einbezogen werden.

Neuen Raum gründen
Der Kanton St.Gallen müsse in Bern selbstbewusster auftreten, hiess es in der Debatte. Das Hauptziel solle dabei ein Umlenken der Mittelflüsse in die Ostschweiz sein. Dafür brauche es die Gründung eines neuen Metropolitanraums. CVP-Regierungsrat Benedikt Würth erklärte, man habe im Januar 2016 bei ersten Gesprächen das Thema angesprochen und dabei den Bogen in der Vierländerregion bis zu den deutschen Landkreisen im Bodenseeraum gezogen. Man sei mit den Aufträgen der vorberatenden Kommission einverstanden, so Würth. (sda)

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