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ST.GALLEN/WITTENBACH: Schulstreit im Bruggwald-Quartier: Der St.Galler Stadtrat will mit Wittenbach über Grenzverlauf diskutieren

Der St.Galler Stadtrat will mit Wittenbach Gespräche über eine Grenzbereinigung im Bruggwald-Quartier führen. Auch der Wittenbacher Gemeinderat signalisiert zumindest Diskussionsbereitschaft. Im Januar klang das noch anders.
Bereits 2017 kam es zum Schulstreit im Quartier Bruggwald an der Grenze zwischen Wittenbach und St.Gallen. (Bild: Ralph Ribi)

Bereits 2017 kam es zum Schulstreit im Quartier Bruggwald an der Grenze zwischen Wittenbach und St.Gallen. (Bild: Ralph Ribi)

Im Januar dieses Jahres hat das Schulparlament Wittenbach, Muolen und Berg beschlossen, dass die Oberstufenschüler aus dem zweigeteilten Quartier Bruggwald künftig in Wittenbach zur Schule gehen müssen. Gegen diesen Entscheid konnte das Referendum ergriffen werden - die Frist blieb damals ungenutzt. Die betroffenen Bewohner des Quartiers wehrten sich mit einer Petition an den St.Galler Stadtrat.

Die Bewohner fordern, dass die Jugendlichen weiterhin die Oberstufe der Stadt St.Gallen besuchen können. Nun hat der Stadtrat die Petition beantwortet. "In Achtung der Gemeindeautonomie respektiert der Stadtrat den mehrfach geäusserten Willen der Oberstufenschulgemeinde Grünau zur Beschulung der Jugendlichen in der eigenen Oberstufe", heisst es in der entsprechenden Medienmitteilung. Weil der Bruggwaldpark zur Gemeinde Wittenbach gehöre, sei die Oberstufenschulgemeinde Grünau zuständig für die Beschulung der Oberstufenschüler aus diesem Quartier. Der Stadtrat betont aber ebenso seine Bereitschaft, die Jugendlichen aus dem Quartier Bruggwaldpark bei Bedarf weiterhin in der städtischen Oberstufe aufzunehmen.

Stadtrat will über Grenzverlauf diskutieren

Die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit werde aber einzig im Oberstufenbereich beendet. Wie der St.Galler Stadtrat weiter schreibt, könnten die jüngeren Kinder aus dem Quartier Bruggwaldpark unverändert den Kindergarten und die Primarschule in der Stadt St.Gallen besuchen.

Bei der Diskussion um die Beschulung der Kinder und Jugendlichen aus dem Bruggwaldpark schwinge zudem eine andere, grundsätzliche Frage mit: "Viele Einwohnerinnen und Einwohner des Wittenbacher Quartierteils Bruggwaldpark sind schulisch, kirchlich und kulturell auf die Stadt St.Gallen ausgerichtet. Ein Schulvertrag kann die grundsätzliche Frage der Gemeindezugehörigkeit des Quartiers Bruggwaldpark nicht abschliessend beantworten." Deshalb beabsichtige der Stadtrat, die Frage des Verlaufs der Gemeindegrenze mit den zuständigen Behörden der politischen Gemeinde Wittenbach zu diskutieren.

Auch die Gemeinde Wittenbach will nun reden

Der Wittenbacher Gemeinderat hat in Zusammenhang mit einer möglichen Grenzbereinigung noch nichts beschlossen, teilt Gemeindepräsident Fredi Widmer mit. Man sei aber "selbstverständlich" zu Gesprächen mit der Stadt St. Gallen bereit. Zumindest ein bisschen Bewegung ist damit in die Causa Grenzziehung gekommen: Ein Anwohner der Wittenbacher Seite der Bruggwaldstrasse hatte schon vor Monaten einen Landabtausch ins Spiel gebracht. Gemeindepräsident Widmer hielt damals noch fest, dass ein solcher zumindest für den Moment kein Thema sei. (lex/al/jw)

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