St.Gallens Trauer um den Stadtvater

ST.GALLEN. St.Gallen hat Abschied von alt Stadtpräsident Heinz Christen genommen. An der Trauerfeier wurde das Lebenswerk des Stadtvaters gewürdigt. Viel Prominenz aus Politik, Kultur und Sport erwies Christen die letzte Ehre.

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Stadträtin Elisabeth Beery während der Abdankungsfeier in der St.Laurenzenkirche. (Bild: Urs Bucher)

Stadträtin Elisabeth Beery während der Abdankungsfeier in der St.Laurenzenkirche. (Bild: Urs Bucher)

St.Gallens alt Stadtpräsident Heinz Christen ist am vergangenen Mittwoch nach längerer Krankheit im Alter von 69 Jahren gestorben. Der Sozialdemokrat hatte die Stadtpolitik mit seiner markanten Persönlichkeit während 30 Jahren geprägt. Am Abschiedsgottesdienst vom Dienstag nahm der gesamte Stadtrat teil. Elisabeth Beéry, die als einziges amtierendes Mitglied noch mit Heinz Christen zusammen im Stadtrat sass, würdigte den Verstorbenen als überzeugten Sozialdemokraten und Vollblutpolitiker. Als Parteikollegin schätze sie vor allem seine Verlässlichkeit und Berechenbarkeit.

Durch seine Offenheit und Nähe zur Bevölkerung erhielt Christen den Übernahmen Stadtvater, wie Elisabeth Beéry in ihrer Rede weiter ausführte. Höhepunkt seiner Repräsentationsaufgaben sei jedes Jahr die Olma-Eröffnung im Beisein eines Bundesrates gewesen. 1998 konnte er die damalige First Lady Hillary Clinton bei ihrem Besuch in St.Gallen begleiten.

Fand die passenden Worte: Stadträtin Elisabeth Beéry. (Bild: Urs Bucher)
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Grossaufmarsch: Heinz Christens Tod liess die Menschen in die St.Laurenzenkirche strömen. (Bild: Urs Bucher)
Der oberste Genosse: Christian Levrat, Präsident der SP Schweiz, fand ebenfalls den Weg an die Trauerfeier. (Bild: Urs Bucher)
Würdiger Rahmen: Die St.Galler gedachten ihres verstorbenen Stadtvaters in der St.Laurenzenkirche. (Bild: Urs Bucher)
Erlebte Heinz Christen noch im Amt: Stadträtin Elisabeth Beéry. (Bild: Urs Bucher)
Bewegte Gesichter während der Trauerfeier. (Bild: Urs Bucher)
Versammelte Politprominenz: (v.l.) Regierungsrat Josef Keller, Regierungsrätin Heidi Hanselmann, SP-Präsident Christian Levrat und Nationalrat Paul Rechsteiner. (Bild: Urs Bucher)
Sozialistinnen unter sich: Ursula Wyss, Fraktionschefin der SP Schweiz (l.), und Regierungsrätin Heidi Hanselmann. (Bild: Urs Bucher)

Fand die passenden Worte: Stadträtin Elisabeth Beéry. (Bild: Urs Bucher)


In der voll besetzten Kirche nahmen zahlreichen Parteigenossinnen und -genossen wie Christian Levrat, Chef der SP Schweiz, Fraktionschefin Ursula Wyss und Nationalrat Paul Rechsteiner Abschied von Heinz Christen. Auch Vertreter der St.Galler Regierung, der Kultur und des Sports waren zugegen.

Heinz Christen, der aus Olten stammte, kam in den 1960-er Jahren nach St.Gallen, um an der Universität (HSG) Verwaltungswissenschaften zu studieren. Er arbeitete zunächst als Anwalt. 1974 wurde er in den Stadtrat und 1980 in einer Kampfwahl zum Stadtpräsidenten gewählt. Dieses Amt übte er während 24 Jahren aus.

Christen vertrat die Stadt in vielen Funktionen. Er war Präsident des Schweizerischen Städteverbands, der Olma Messen, der Stiftung St.Galler Museen und des Verwaltungsrechenzentrums St.Gallen. Ein Markstein in seiner Amtszeit war der Entscheid der eidgenössischen Räte, das Bundesverwaltungsgericht in St.Gallen anzusiedeln. (sda)

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