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St.Gallen testet batteriebetriebene Trolleybusse

ST.GALLEN. Die Verkehrsbetriebe St.Gallen (VBSG) testen batteriebetriebene Trolleybusse. Die umgerüsteten Busse verursachen weniger Lärm und Gestank und würden den VBSG am neuen Bahnhofplatz Investitionen in der Höhe von gut 4 Mio. Franken ersparen.
Demonstration der neuen Bus-Fahrtechnik "Energy Pack". (Bild: Michel Canonica)

Demonstration der neuen Bus-Fahrtechnik "Energy Pack". (Bild: Michel Canonica)

Vor dem Bahnhofplatz sollen die Busse in Zukunft per Knopfdruck von der Fahrleitung abgebügelt und an der nächsten Haltestelle wieder aufgebügelt werden. Dank dem Batteriebetrieb könnten die VBSG auf dem neuen Bahnhofplatz weitgehend auf den Bau neuer Fahrleitungen verzichten.

"Statt in die neuen Fahrleitungen stecken wir das Geld lieber in den Umbau der Fahrzeugflotte", sagte Stadtrat Fredy Brunner am Donnerstag vor den Medien. Eine Umrüstung der 25 Trolleybusse, das heisst ein Ersatz der heutigen Diesel-Notstromaggregate durch Batteriepakete, würde rund 5 Mio. Franken kosten.

Für den Versuchsbetrieb wurde ein Bus umgebaut. In den kommenden Monaten wird er auf dem Liniennetz eingesetzt. Im September entscheiden die VBSG, ob die gesamte Flotte umgerüstet wird. Die Umstellung sollte dann spätestens 2017 abgeschlossen sein. Die eingebauten Batteriepakete sollen laut Brunner bis zum Ende der Lebensdauer der Trolleybusse halten.

Umweltfreundlicher
Die umgerüsteten Trolleybusse hätten laut Brunner weitere Vorteile: Sie könnten im Batteriebetrieb auch längere Strecken fahren; Baustellen könnten ohne aufwendige und teure Provisorien umfahren werden. Auch Umleitungen wegen Grossanlässen wären problemlos möglich.

Heute befördern die 25 Trolleybusse 55 Prozent aller VBSG-Fahrgäste. Im Gegensatz zu den 50 Autobussen sind die Trolleybusse emissionsfrei und brauchen viel weniger Energie. Da die umgerüsteten Busse die Bremsenergie nützen, würde sich der Energieverbrauch reduzieren. "Langfristig wollen wir ganz weg von der fossilen Energie", sagte Brunner. (sda)

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