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ST.GALLEN: St.Galler Stadtrat will bis 2026 150 Millionen in Schulhaus-Renovationen investieren

Sämtliche Schulhäuser auf städtischem Boden sollen bis 2026 saniert sein. Dafür will die Stadt rund 150 Millionen Franken einsetzen. Die Planung für mehrere Projekte steht. Doch das Volk hat das letzte Wort.
Christoph Renn
Die Visiere für das Containerdorf beim Schulhaus Hebel stehen. Darin soll ab Sommer die Tagesbetreuung Platz finden. (Bild: Sabrina Stübi)

Die Visiere für das Containerdorf beim Schulhaus Hebel stehen. Darin soll ab Sommer die Tagesbetreuung Platz finden. (Bild: Sabrina Stübi)

Christoph Renn

christoph.renn

@tagblatt.ch

Knapp 150 Millionen Franken braucht der Stadtrat. Mit diesem Geld will er bis 2026 sämtliche Schulhäuser auf Stadtboden in Schuss bringen. Einige Schulhäuser warten schon länger auf eine Sanierung, andere sind bereits auf den neusten Stand gebracht worden. Ab dem kommenden Jahr ist das Schulhaus Hebel an der Reihe. Das Parlament hat den Kredit für das Provisorium gesprochen (siehe Zweittext). Ebenfalls stehen die Pläne für die Sanierung des Oberstufenschulhauses Zil in den Startlöchern. Dafür beantragt der Stadtrat dem Parlament einen Verpflichtungskredit. Das letzte Wort hat aber das Volk.

Andere Schulhäuser wie Riethüsli oder Kreuzbühl müssen noch etwas Geduld walten lassen. Das Projekt fürs Riethüsli wurde 2013 aus finanziellen Gründen aus der Investitionsplanung herausgekippt, beziehungsweise um fünf Jahre zurückgestellt. Gemäss Investitionsplanung wird das Projekt im Riethüsli ab 2019 wieder an die Hand genommen. Die Realisierung ist ab 2022/2023 geplant. Insgesamt sind für den Neubau gut 40 Millionen eingestellt. Beim Schulhaus Kreuzbühl haben die Planungsarbeiten begonnen. Die Realisierung ist ab 2022 geplant. Es wird mit Kosten von gut 20 Millionen gerechnet.

Die Häuser besser unterhalten

In der Stadt St. Gallen sind nebst der Prüfung eines Neubaus des Schulhaus Schoren keine neuen, zusätzlichen Schulhäuser geplant. «Quantitativ sind wir gut aufgestellt», sagt Stadtrat Markus Buschor, Direktion Bildung und Freizeit. Raum gebe es genügend, auch wenn er nicht immer am richtigen Ort sei, fügt er an. «Jedoch fehlt es an der Qualität der Gebäude und Räume.» Viele seien in den 1960er- und 1970er-Jahre gebaut worden. «Leider wurden die Gebäude nicht immer mit der nötigen Weitsicht unterhalten», sagt Buschor. Deshalb seien Sanierungen nun dringend nötig geworden. So wie beispielsweise im Oberstufenschulhaus Zil. «Diesen Umstand müssen wir dringend verbessern.» Es könne nicht sein, dass sobald das letzte Schulhaus saniert worden sei, das erste wieder baufällig werde. «Deshalb sind alle gefragt, von den Lehrpersonen über die Hausabwarte, die Schulleitungen bis hin zum Hochbauamt», sagt Buschor. Andererseits entsprechen die in die Jahre gekommenen Schulhäuser von ihrer Raumaufteilung nicht mehr den Anforderungen an den heutigen Unterricht. «Unter anderem sind Gruppenräume notwendig.» Mit überschaubaren baulichen Eingriffen können vielfach Verbesserungen erreicht werden. «Uns geht es keinesfalls darum, die Gebäude zu vergolden», versichert Buschor.

Starker politischer Rückhalt

In den kommenden sechs Jahren stehen also noch einige Investitionen im Bereich der Schulhaussanierungen an. Der Stadtrat verfolgt ein klares Ziel: «Bis 2026 wollen wir alle Schulhäuser den heutigen Anforderungen angepasst haben», sagt Buschor. Es bringe nichts, jetzt den Gürtel enger zu schnallen und die Schulhäuser zu vernachlässigen. Irgendwann würden dann noch höhere Kosten auf die Stadt zukommen. «Ich spüre den politischen Rückhalt und kann sagen, dass wir im Bereich der Investitionen anderen Städten voraus sind.» Doch müssen die verschiedenen Schulhaus-Projekte noch viele Hürden nehmen; vom Stadtparlament über die Zustimmung der Bevölkerung bis hin zu den bewilligten Baugesuchen.

Ein mehrjähriges Provisorium

Zwischenlösung In St. Georgen plant der Stadtrat die Sanierung des Schulhaus Hebel sowie einen Neubau für die Tagesbetreuung (FSA+). Für die Bauzeit soll ein Provisorium auf dem jetzigen Pausenplatz erstellt werden. Die Visiere für den Containerbau dafür stehen bereits. Die Sanierung des Schulhauses soll in den Jahren 2019 bis 2020 umgesetzt werden. Die Realisierung des Neubaus ist in den Jahren 2020 bis 2022 geplant. «Der Containerbau gibt es uns Spielraum in zweierlei Hinsicht», sagt Stadtrat Markus Buschor, Direktion Bildung und Freizeit. «In einer ersten Phase können wir früher als geplant den Betrieb einer Tagesbetreuung aufnehmen». Mit den heutigen Platzverhältnissen in der Liegenschaft an der Hebelstrasse 20 (kleines Schulhaus) sei dies nicht möglich. Das neue Angebot soll ab dem kommenden Schuljahr starten.

Das Containerdorf bietet im Endausbau genügend Platz, um im kommenden Jahr auch die alle Schulklassen des Hebels darin unterrichten zu können. «In dieser Phase können wir das Schulhaus sanieren, was es dringlich nötig hat», sagt Buschor. Dass ein Provisorium funktioniere, hätte des Team vom St. Leonhardschulhaus gezeigt. (ren)

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