ST.GALLEN: St.Gallen voller Lehrkräfte – aber mit noch freien Hotelbetten

In den ersten beiden Sommerferienwochen ist die Stadt St.Gallen Standort der schweizweit angebotenen Lehrerweiterbildung: Rund 1700 Pädagoginnen und Pädagogen nehmen teil. Sind damit die Hotels und Unterkünfte in der Kantonshauptstadt belegt?

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Nach Schätzungen der Organisatoren dürften 30 bis 40 Prozent während der Kurswoche in St.Gallen übernachten: In Hotels und anderen Unterkünften, viele bei Privaten, einige aber auch in Wohnmobilen und Zelten auf einem dafür reservierten Platz vor dem Schulhaus Buchental. (Symbolbild) (Bild: Hanspeter Schiess)

Nach Schätzungen der Organisatoren dürften 30 bis 40 Prozent während der Kurswoche in St.Gallen übernachten: In Hotels und anderen Unterkünften, viele bei Privaten, einige aber auch in Wohnmobilen und Zelten auf einem dafür reservierten Platz vor dem Schulhaus Buchental. (Symbolbild) (Bild: Hanspeter Schiess)

Jedes Jahr findet in der Schweiz eine Grossveranstaltung für die Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrer statt − jedesmal an einem anderen Ort. Für 2017 wurde die Stadt St.Gallen ausgewählt.

Rund 1700 Personen haben sich in den kommenden zwei Wochen in der Kantonshauptstadt angemeldet, um dort Kurse zu besuchen oder sie zu leiten. Zentrum der Veranstaltung ist die Kantonsschule am Burggraben, die Lehrmittelmesse findet im Theatergebäude statt.

Veranstaltung löst Übernachtungen aus

Nur einige hundert der Teilnehmerinnen und Teilnehmern wohnen in der Ostschweiz. Die Mehrheit reist aus anderen Landesgegenden an. Ein Teil von ihnen pendelt zwischen Wohnort und St.Gallen. Nach Schätzungen der Organisatoren dürften 30 bis 40 Prozent während der Kurswoche in St.Gallen übernachten: In Hotels und anderen Unterkünften, viele bei Privaten, einige aber auch in Wohnmobilen und Zelten auf einem dafür reservierten Platz vor dem Schulhaus Buchental.

Am Montag hat die Veranstaltung begonnen, ist nun die Stadt St.Gallen mehr oder weniger ausgebucht? Privat− sowie Hotelzimmer stünden noch zur Verfügung, gibt Anja Geiger, Projektleiterin Kongresse & Events bei St.Gallen-Bodensee Tourismus, Auskunft. Der Campingplatz sei aber in der ersten Kurswoche bis auf den letzten Platz belegt.

Für Auswertung noch zu früh

Tatsächlich finden sich auf einer Internetseite mit den Übernachtungsmöglichkeiten für die Teilnehmenden noch zahlreiche Angebote: Im Athletik Zentrum kostet die Nacht 60 Franken. Freie Zimmer melden unter anderem auch die Hotels Dom, Militärkantine oder Einstein. Auch Privatzimmer sind weiterhin für beide Kurswochen verfügbar.

Lässt sich denn die touristische Bedeutung der Veranstaltung mit derjenigen grosser Kongresse vergleichen? Für Aussagen ist es offensichtlich noch zu früh: Da nur ein kleiner Teil der Unterkunftsbuchungen über St.Gallen-Bodensee Tourismus abgewickelt werde, verfüge man über keine vergleichbaren Angaben, erklärt Anja Geiger.

Auch Gastronomie profitiert

Auch von den Organisatoren gibt es keine Übernachtungszahlen. Mit Anbietern wie Booking.com oder Airbnb sei es unübersichtlich geworden, erklärte Cordelia Galli, Sprecherin der Swch.ch-Projektleitung. Viele der Lehrkräfte seien zudem dank früherer Kurse gut vernetzt und hätten sich privat bei Kolleginnen und Kollegen eine Unterkunft besorgt.

Galli erinnert daran, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schliesslich nicht nur in der Stadt übernachteten: Am Montag hätten beispielsweise 450 Personen in der Kantonsschule zu Mittag gegessen. (sda)