Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

ST.GALLEN: Start zum St.Galler E-Voting-Pilotprojekt

Im Kanton St.Gallen beginnt am 24. September das Zeitalter des E-Voting: Rund 30'000 Stimmberechtigte aus Rapperswil-Jona, Goldach, Kirchberg und Vilters-Wangs sowie aus dem Ausland können erstmals elektronisch abstimmen. St.Gallen setzt auf das System «CHvote» des Kantons Genf.
Der Bundesrat hatte die Einführung des Systems «CHvote» vergangene Woche bewilligt. Im Kanton St.Gallen gehören neben Goldach, Kirchberg, Vilters-Wangs und Rapperswil-Jona auch Widnau zur E-Voting-Pilotgemeinde. (Bild: PETER SCHNEIDER (KEYSTONE))

Der Bundesrat hatte die Einführung des Systems «CHvote» vergangene Woche bewilligt. Im Kanton St.Gallen gehören neben Goldach, Kirchberg, Vilters-Wangs und Rapperswil-Jona auch Widnau zur E-Voting-Pilotgemeinde. (Bild: PETER SCHNEIDER (KEYSTONE))

Der Bundesrat hatte die Einführung des Systems vergangene Woche bewilligt. Neben St.Gallen und Genf verwenden auch die Kantone Aargau, Bern, Basel-Stadt und Luzern «CHvote». Neuenburg und Freiburg hingegen haben sich für ein System der Post entschieden.

Neben Goldach, Kirchberg, Vilters-Wangs und Rapperswil-Jona ist auch Widnau eine E-Voting-Pilotgemeinde. Weil in Widnau im September auch eine Wahl ins Kreisgericht ansteht, kann dort noch nicht via Internet abgestimmt werden, wie Staatssekretär Canisius Braun am Montag vor den Medien sagte.

Die Pilotgruppen erhalten Stimmausweise, auf denen personalisierte E-Voting-Codes aufgedruckt sind. Diese zeigen den Stimmberechtigten, ob ihre Stimmen korrekt via Internet in der digitalen Urne eingegangen sind. Damit das Stimmgeheimnis gewahrt bleibt, werden die Stimmen «elektronisch geschüttelt».

Sicherheit entscheidend

Die Sicherheit sei entscheidend, erklärte Braun. So kommen bei der Übermittlung der Daten modernste Verschlüsselungstechnologien zum Einsatz, und die elektronischen Abstimmungsresultate werden nach mehreren Kriterien auf ihre Plausibilität überprüft.
Verläuft das Pilotprojekt erfolgreich, will der Kanton St.Gallen ab 2019 sämtlichen rund 322996 Stimmberechtigten die Möglichkeit bieten, elektronisch an Wahlen und Abstimmungen teilzunehmen. Dazu soll das Gesetz angepasst werden. Die Stimmabgabe an der Urne und das briefliche Stimmen werden beibehalten.

Die Stimmberechtigten haben damit drei Kanäle zur Verfügung. Die Verantwortlichen des Kantons erwarten nicht, dass sich dies bald ändern wird. Bis dereinst vielleicht nur noch elektronisch abgestimmt werde, gehe es noch lange, meinte Canisius Braun.

E-Voting vorerst teurer

Ausschlaggebend dafür, dass St.Gallen auf das Genfer E-Voting-System setzt, war der Preis. Das Kostendach für die Einführung in St.Gallen bis 2021 beträgt 1,8 Millionen Franken.
Vorerst kostet E-Voting den Kanton also mehr als Abstimmen auf Papier. Langfristig könnte sich dies aber ändern, indem Druck− und Portokosten wegfallen. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.