Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

ST.GALLEN: Stadtrat plant Wettbewerb für Marktplatz-Neugestaltung

Für die Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt in St.Gallen wird ein neuer Wettbewerb ausgeschrieben. Baudirektorin Maria Pappa und Stadtplaner Florian Kessler informierten die Medien über das weitere Vorgehen.
Marlen Hämmerli
Der Stadtrat spricht sich für einen flexiblen Markt auf dem St.Galler Marktplatz aus. (Bild: Michel Canonica, Benjamin Manser)

Der Stadtrat spricht sich für einen flexiblen Markt auf dem St.Galler Marktplatz aus. (Bild: Michel Canonica, Benjamin Manser)

Die Ergebnisse aus dem partizipativen Verfahren haben ergeben, dass die früheren Projekte den Ansprüchen an das Gebiet nicht genügen. Das sagte Baudirektorin Maria Pappa an der Presssekonferenz, an der darüber informiert wurde, wie es mit der Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt weitergehen soll. Vor Ort war am Donnerstagvormittag auch Stadtplaner Florian Kessler.

Nach einem kurzen Rückblick auf das partizipative Verfahren sagte Maria Pappa: "Weil die bisherigen Projekte die Bedürfnisse nicht erfüllen, hat der Stadtrat beschlossen, einen neuen Wettbewerb durchzuführen." Eine Verkehrsstudie solle zudem aufzeigen, wie die öV-Haltestellen auf dem Bohl beibehalten werden können.

Calatrava-Halle kann abgebrochen werden

Dass diese am selben Ort verbleiben sollen, sei eines der Ergebnisse aus den zwei Grossgruppen-Workshops, sagte Pappa. Ein weiteres Ergebnis sei, dass die Calatrava-Halle bei Bedarf abgebrochen werden könne. Bezüglich des ständigen Markts hätten die Foren kein klares Ergebnis gezeigt: "Der Stadtrat spricht sich aber für eine flexible Lösung aus." Erstrebenswert sei ein regelmässiger Markt ohne festinstallierte Stände oder Häuschen. Das sei vergleichbar mit der Situation zu Hause, führte Pappa auf Nachfrage aus: "Nur weil man einmal feiert, soll nicht immer alles zugestellt sein."



Für die Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt wird nun gemäss des Schlussberichts des partizipativen Verfahrens eine Vision gewünscht. Vertieft abgeklärt wird die Lage der ÖV-Haltestellen. Für eine Verkehrsstudie hat der Stadtrat einen Kredit in der Höhe von 90'000 Franken gesprochen. Bis Anfang 2018 sollen die Ergebnisse laut Pappa vorliegen. Dasselbe gilt für den gemeinsamen Standort der Kantonsbibliothek Vadiana und der Stadtbibliohek. Die beiden Bibliotheken werden allenfalls im Union untergebracht. "Ein definitiver Standort wurde aber noch nicht beschlossen", sagte die Stadträtin.

Der neue Bibliotheks-Standort solle Anfang 2018, nachdem die Verkehrsstudie ausgearbeitet ist, feststehen. Ein Teil der Bestände von Kantonsbibliothek Vadiana und Stadtbibliothek sind seit Februar 2015 im ersten Stock der Hauptpost untergebracht.


Ein Planungswettbewerb soll es richten

Der Stadtrat hat nun einen Kredit über 285'000 Franken gesprochen, um einen Planungswettbewerb durchzuführen. Dieser unterscheidet sich von den Projektwettbewerben, wie sie bis anhin für die Neugestaltung des Marktplatzes durchgeführt wurden: Gesucht werden nicht konkrete Projekte, sondern Gestaltungsvorschläge. Der Wettbewerb ist offen und anonym, angesprochen sind Fachleute aus den Bereichen Landschaftsarchitektur, Architektur, Städtebau und Licht- und Verkehrsplanung. Sie sind nun gefordert, eine Idee auszuarbeiten, wie Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt in Etappen neu gestaltet werden können. Mitgedacht werden muss dabei laut Pappa auch eine allfällige Bibliothek.

Der Wettbewerb wird voraussichtlich Mitte 2018 ausgeschrieben. In einem Jahr sollen dann der Jurybericht und damit die Resultate aus dem Wettbewerb vorliegen. "Die Ergebnisse werden den Teilnehmenden des partizipativen Verfahrens im Rahmen eines dritten Forums präsentiert", sagte Pappa. Für die Weiterführung der Partizipation hat der Stadtrat einen Kredit von 50'000 Franken gesprochen.

2019 solle dann ein Rahmenkredit beantragt werden, ohne dass ein konkretes Bauprojekt vorliege. Auf Nachfrage bestätigte Stadtplaner Florian Kessler, dass die Kostengenauigkeit bei diesem Vorgehen etwas unschärfer als normal ist. "Doch es gibt Erfahrungswerte darüber, wieviel Plätze kosten."

Bis St.Gallen einen neuen Marktplatz erhält wird es, wenn alles optimal läuft, noch bis 2021 dauern.

Öffentliche Informationsveranstaltung

Im Kirchgemeindehaus St.Mangen findet am Donnerstag, 14. Dezember, um 19 Uhr, eine öffentliche Informationsveranstaltung zur Neugestaltung statt. Baudirektorin Maria Pappa und Stadtplaner Florian Kessler werden gemäss Mitteilung den weiteren Projektverlauf vorstellen. Im Anschluss lädt die Stadt zu einem Apéro. (pd/mha)

Lesen Sie die Medienkonferenz in unserem Liveticker nach:

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.