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ST.GALLEN: Spitalbesucher in der Radarfalle

Sicherheitsmassnahme oder Schikane? Ein Blitzer in der Zufahrt zum Kantonsspital St.Gallen sorgt auf Facebook für rote Köpfe. Tatsache ist: Täglich sind an dieser Stelle über 100 Fahrzeuge zu schnell unterwegs.
Christina Weder
Stein des Anstosses auf Facebook: Blitzkasten an der Lindenstrasse. (Bild: Christina Weder)

Stein des Anstosses auf Facebook: Blitzkasten an der Lindenstrasse. (Bild: Christina Weder)

Wieder einmal sorgt ein Blitzkasten für Empörung. Er befindet sich an der Lindenstrasse, direkt an der Zufahrt zum Kantonsspital St.Gallen. Auf Facebook macht ein Autofahrer seinem Ärger Luft. Er schildert, wie er Ende vergangener Woche ein Familienmitglied im Spital besuchen wollte, sich orientieren musste und kurz den Tacho aus den Augen liess. In diesem Moment der Unachtsamkeit passierte es: Er wurde geblitzt.

«Das ist Abzocke»

Der Autolenker ist empört: Da habe man Angst um Familienangehörige – und als wäre das nicht schon genug, werde man noch zur Kasse gebeten. Das sei eine «unmenschliche Abzocke». Seiner Meinung nach dürften rund ums Spital keine Blitzkästen aufgestellt werden. Auf Facebook erhält er kräftig Unterstützung. Offenbar ist er nicht der einzige, der eine solche Erfahrung gemacht hat. «Wir wurden geblitzt, als wir mit unserem Baby zum Notfall mussten», heisst es in einem Beitrag. Oder: «Ich habe gestern jemanden auf den Notfall begleitet – da hat's geblitzt.» Facebook-Nutzer wettern gegen die Stadtpolizei. Nur wenige finden, der Blitzer stehe genau am richtigen Ort.

Auch Roman Kohler, Mediensprecher der Stadtpolizei, hat sich in die Diskussion eingeschaltet. Er verstehe zwar, dass man in solchen Situationen den Tacho nicht immer im Blick habe. Doch sei dies kein Grund, sich nicht an die Verkehrsregeln zu halten. Ob man den eigenen Spitalbesuch über die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer stellen könne, entscheide zudem nicht die Polizei. Dies sei Aufgabe der Staatsanwaltschaft.

«Die Sicherheit zählt»

Laut Kohler gibt es mehrere Gründe, weshalb auf diesem Abschnitt der Lindenstrasse Tempo 30 gilt: Das Verkehrsaufkommen sei hoch, die Situation unübersichtlich. «Täglich fahren hier über 100 Fahrzeuge zu schnell vorbei.» Auch das Kantonsspital begrüsst an dieser Stelle Tempo 30, wie Mediensprecher Philipp Lutz auf Anfrage sagt. Es handle sich um eine verkehrstechnisch heikle Stelle. Die 30er-Zone trage zur Sicherheit bei. «Das alleine steht im Vordergrund.»

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