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ST.GALLEN: Sonderzug der Stadt St. Gallen: Nur noch ganze Noten

In der Stadt St. Gallen haben Kinder der Grundstufe in ihren Zeugnissen erstmals nur noch ganze Schulnoten erhalten. Im Kanton St. Gallen will der Erziehungsrat Leistungsbeurteilungen auch mit halben Noten festschreiben - dafür aber auf die beiden schlechtesten Noten verzichten.
In der Stadt St.Gallen sollen die Schüler nur noch mit ganzen Noten benotet werden. (Bild: Donato Caspari)

In der Stadt St.Gallen sollen die Schüler nur noch mit ganzen Noten benotet werden. (Bild: Donato Caspari)

ST.GALLEN. Im Kanton St. Gallen laufen aktuell diverse Diskussionen über Schulnoten. Anlass dazu ist die Umsetzung des Lehrplans 21. Weitgehend unbestritten ist, dass die Leistungen der Schülerinnen und Schüler ab der zweiten Primarklasse weiterhin mit Noten beurteilt werden.

Dies wird bald auch im Gesetz festgehalten: Im November 2015 hat der St.Galler Kantonsrat eine SVP-Motion gutgeheissen, in der die gesetzliche Verankerung der Leistungsbeurteilungen über Noten verlangt wurde.

Umstrittene Noten 1 und 2

Im Mai startete dann im Kanton St.Gallen die Vernehmlassung über ein neues Beurteilungskonzept des Erziehungsrats. Darin wird die Abschaffung der Noten 1 und 2 in den Zeugnissen vorgeschlagen.

Die Beurteilung des Leistungsstandes solle zwar weiterhin über Noten erfolgen, argumentierte der Erziehungsrat. Eine differenzierte Abstufung von ungenügenden Leistungen werde aber als «wenig sinnvoll erachtet». Deshalb solle auf die beiden schlechtesten Noten verzichtet werden.

Im Beurteilungskonzept will der Erziehungsrat weitere Eckwerte festlegen. Unter anderem ist vorgesehen, «dass im Zeugnis verbindlich ganze und halbe Noten gesetzt werden müssen».

Die Vernehmlassung ist inzwischen abgeschlossen. Bis im August werden nun die Stellungnahmen ausgewertet. Danach entscheidet der Erziehungsrat, wie das Beurteilungskonzept umgesetzt werden soll.

Insellösung der Stadt

Diskussionen gibt es nun auch in der Stadt St. Gallen. Dort wird ein neues Notensystem bereits umgesetzt. Dies löst nun Kritik aus dem Stadtparlament aus. SP-Parlamentarier Daniel Kehl hat am 14. Juli unter dem Titel «Stadt St. Gallen, eine Insel» eine einfache Anfrage eingereicht.

Im Juli hätten Schülerinnen und Schüler der Grundstufe (1. und 2. Primarklasse) zum ersten Mal ein Zeugnis auf Grundlage der konzeptorientierten Beurteilung erhalten, schreibt Kehl im Vorstoss. «Es werden nur noch ganze Noten gesetzt, auf Halbnoten wird verzichtet.» Diese Form der Beurteilungen solle schrittweise auch in der Mittel- und Oberstufe Einzug halten.

Der Fraktionschef der SP will vom Stadtrat wissen, wieso in der Stadt St. Gallen ein System mit ganzen Noten in den Zeugnissen eingeführt werde, «obwohl der Kanton Halbnoten auch in Zukunft ausdrücklich zulassen will und dabei beabsichtigt, dies gesetzlich so vorzuschreiben». Die Antwort steht noch aus. (sda)

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