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ST.GALLEN: So lange bleiben Väter bei ihrem Nachwuchs

Christina Weder

Frischgebackene Väter, die bei der Stadt St.Gallen angestellt sind, haben derzeit Anspruch auf einen Vaterschaftsurlaub von fünf oder zehn Tagen – je nachdem, wie lange sie schon bei der Stadt arbeiten. Wenn sie bereits länger als drei Jahre angestellt sind, erhalten sie zehn bezahlte Tage.

Mit dieser Regelung liegt St. Gallen im Mittelfeld der Schweizer Städte. Fünf bis zehn Tage Vaterschaftsurlaub sind bei grösseren Städten, aber auch bei Bund und Kanton zur Norm geworden, wie der Gewerkschaftsdachverband Travailsuisse auf seiner Website schreibt. Ein Vaterschaftsurlaub von 20 Tagen, wie ihn der parlamentarische Vorstoss für die Stadt St. Gallen fordert, ist hingegen in der Deutschschweiz noch die Ausnahme. Westschweizer Städte wie Genf, Lausanne, Neuenburg und Biel kennen ihn dagegen bereits. Auch die Stadt Bern zählt in dieser Beziehung neu zu den Spitzenreitern. Sie führt ab März den 20-tägigen oder vierwöchigen Vaterschaftsurlaub ein. Dieser kann ratenweise oder teilzeitlich im ersten Lebensjahr des Kindes bezogen werden.

Bei der öffentlichen Hand: Fünf bis zehn Tage

Einen halb so langen Urlaub – zehn Tage – bieten neben St. Gallen auch die Städte Zürich, Winterthur, Basel und Luzern ihren Angestellten, wenn sie Vater werden. Einige dieser Städte gewähren zudem das Recht auf unbezahlten Urlaub. So können städtische Angestellte in Zürich zusätzlich bis zu sechs Wochen unbezahlten Urlaub beziehen, in Winterthur sind es drei und in Luzern zwei Wochen. Einen fünftägigen Vater­schafts­­urlaub gibt es unter anderem in Schaffhausen und in Chur. Auch der Kanton St.Gallen gibt seinen Angestellten fünf Tage frei, wenn sie Vater werden. Nur wenige Verwaltungen von Kantonen und Städten bieten ihren Mitarbeitern weniger als fünf Tage Vaterschaftsurlaub.

Anders sieht es in der Privatwirtschaft aus. Laut Travailsuisse ist für fast die Hälfte der Arbeitnehmer, die einem Gesamtarbeitsvertrag unterstellt sind, ein minimaler Vaterschaftsurlaub von ein bis zwei Tagen vorgesehen. Allerdings wächst die Zahl der Unternehmen, die frischgebackenen Vätern freiwillig länger frei geben. Es handelt sich vor allem um grosse Firmen, die sich damit als attraktive Arbeitgeber positionieren wollen. Bei ihnen gibt es mehrere Beispiele mit 10 bis 20 Tagen Vaterschaftsurlaub.

In grossen Unternehmen: Zwischen 1 und 20 Tagen

Zu den Spitzenreitern zählt Ikea Schweiz. Das Möbelhaus bietet seinen Mitarbeitern seit vergangenem September einen bezahlten Vaterschaftsurlaub von bis zu zwei Monaten. Grosszügig sind auch Axa und Mobility mit 20 bezahlten Tagen. Es folgen die Raiffeisen-Bankengruppe und die Grossverteiler Migros und Coop mit 15 Urlaubstagen für junge Väter. Coop zieht erst seit kurzem mit Konkurrent Migros gleich. Er hat den Vaterschaftsurlaub auf dieses Jahr hin von fünf auf 15 Tage erhöht. Einen Vaterschaftsurlaub von zehn Tagen bieten die SBB, Post, Swisscom und die UBS. Bei der UBS können Jungväter zusätzlich einen Monat unbezahlte Ferien beziehen oder das Arbeitspensum für bis zu sechs Monate auf 80 Prozent reduzieren. In der Informatikbranche gibt es bei der Abraxas AG in St. Gallen bis jetzt fünf freie Tage für frischgebackene Väter. Nach der Fusion mit der Verwaltungsrechenzentrum AG St. Gallen (VRSG) wird es ab April zehn Tage geben. Fünf Tage dürfen Mitarbeiter der St. Galler Kantonalbank und der Helvetia-Versicherungen zu Hause bei ihrem Nachwuchs bleiben. Nur einen Tag gibt es beim Software-Unternehmen Abacus in Wittenbach oder bei der DGS Druckguss Systeme AG in St.Gallen.

Christina Weder

christina.weder@tagblatt.ch

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