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ST.GALLEN: Radikale Vision für den St.Galler Marktplatz

Diese Idee hätte weitreichende Konsequenzen: Die Wirtschaft Region St.Gallen (WISG) will mit einer Verschiebung der Gebäude von Acrevis und Restaurant Marktplatz beim Vadian-Denkmal einen neuen, grossen und nach Süden ausgerichteten Marktplatz schaffen.
Die WISG schlägt in ihrer Vision vor, den Marktplatz in St.Gallen grundlegend neuzugestalten.

Die WISG schlägt in ihrer Vision vor, den Marktplatz in St.Gallen grundlegend neuzugestalten.

In ihrer Vision «Marktplatz+»schlägt die WISG ausserdem eine flexible Überdachung beim Blumenmarkt vor. Gemäss Medienmitteilung sind zudem eine Erschliessung der Brühltor-Garage über das Waaghaus-Parterre, eine Passerelle zum neuen Parkhaus UG25 über den Unteren Graben und eine grosszügige Anbindung des neuen Uni-Campus an die Innenstadt Teil der Idee. In der kommenden Woche verteilt die WISG zu dieser Vision Flyer an alle Haushalte der Stadt.

WISG-Präsident David Ganz, der die Vision zusammen mit den Vorstandsmitgliedern Michael Hugentobler und Andreas Pfister präsentierte, betonte, wie wichtig für den Standort St.Gallen der Marktplatz und die Belebung der Innenstadt seien. Der Interessenverband der St.Galler Wirtschaft bringt auch Vorstellungen über mögliche Verfahren ein. So fordert sie einen Verzicht auf zusätzliche Wettbewerbe und einen Rahmenkredit.

Der dritte Anlauf
2011 und 2015 verwarfen die St.Gallerinnen und St.Galler die Vorlagen zur Neugestaltung des Marktplatzes. Das zweite Projekt wurde auch durch die Wirtschaft Region St.Gallen (WISG) bekämpft. Nun werden 2017 in einem partizipativen Verfahren die Grundlagen für ein neues Projekt erarbeitet.

Die WISG zeigt sich in der Mitteilung überzeugt, dass ein partizipatives Verfahren konkrete Vorschläge und Visionen brauche, die als Basis fur die Diskussion und für ein erfolgreiches späteres Projekt dienen könnten. Darum beteilige sich die WISG aktiv an diesem Prozess und liefere konkrete Vorschläge und Vorstellungen zur offenen Diskussion.

«Verschiebung» Marktplatz
Die WISG-Vision akzeptiere den Bohl als "wichtige Achse für den öffentlichen Verkehr, die für den ÖV, den Velo- und Fussgängerverkehr zu optimieren ist", heisst es in der Mitteilung weiter. Der «neue» Marktplatz soll beim Vadian-Denkmal entstehen, wo die Altstadt-Gassen einen Platz bilden, der durch eine Verschiebung von Acrevis und Restaurant Marktplatz deutlich grösser und damit zu einer "gut besonnten Piazza" wird. Auch in Zukunft soll aus Sicht der WISG ein ständiger Markt möglich sein. Ebenso wichtig wie Marktplatz und Bohl sind für die WISG die weiteren Schauplätze Blumenmarkt, Waaghaus, Passerelle Müller-Friedbergstrasse-St.Mangen und die Anbindung des neuen Campus der Universität am Platztor.

Neben der Umsetzung der Vision und der konkreten Vorschläge fordert die WISG auch Massnahmen, um die Altstadt mit Leben zu füllen: Eine Lockerung von Vorschriften und Gebühren, kreative Ideen für die Belebung inklusive Möblierung, Brunnen und Wasserspielen werden vorgeschlagen. Weiter regt die Wirtschaft Region St.Gallen auch ein Überdenken des Schutzplans Altstadt an, um flexiblere Nutzungen zu ermöglichen.

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