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ST.GALLEN: Prominente Gewinner und Verlierer

Mehrere bekannte Kandidaten haben die Wahl nicht geschafft – darunter der ehemalige FC-St.Gallen-Präsident Dieter Fröhlich und das ehemalige SVP-Mitglied Sarah Bösch. Neu im Kantonsrat anzutreffen sind hingegen der Gemeindepräsident von Gaiserwald und die Chefin der St.Galler Standortförderung.
Roman Hertler
Sarah Bösch (Bild: Ralph Ribi)

Sarah Bösch (Bild: Ralph Ribi)

ST.GALLEN. Martin «Zeltino» Sailer ist Initiant, Besitzer, Programmdirektor, Sekretär, Techniker und Moderator des Zelttheaters Zeltainer in Unterwasser – und jetzt auch frisch gewählter Kantonsrat. Den Einzug des parteilosen Toggenburger Kleinkunst-Unternehmers ins Kantonsparlament verbucht die SP für sich. Sailer hat auf der gemeinsamen Toggenburger Liste von SP und Grünen kandidiert. Die SP-Parteizentrale hofft nun, dass Sailer demnächst auch das rote Parteibüchlein in Empfang nehmen wird. Darüber muss er dem Vernehmen nach aber nochmals schlafen.

Bösch erneut erfolglos

Genug Zeit zum Schlafen hat die St.Gallerin (und vorübergehende Wahl-Wilerin) Sarah Bösch. Ihren Promi-Status als Blaufahrerin konnte die ehemalige SVP-Politikerin nach erfolglosem Nationalratswahlkampf nun auch auf kantonaler Ebene nicht in einen Wahlerfolg ummünzen. «Bier-Bösch» zieht im Internet, aber nicht auf dem Wahlzettel - gerade einmal 605 Stimmen holte sie.

Stadträtin im Kantonsrat

Auch der St.Galler Dieter Fröhlich verpasste den Einzug ins Kantonsparlament trotz massiver Plakatkampagne. Der Freisinnige war von 2001 bis 2008 Präsident des FC St.Gallen. Er galt in den Folgejahren als einer der Hauptverantwortlichen für die damalige finanzielle Misere des Fussballclubs. Die Kritik von damals haftet ihm bis heute an.

Zwei weitere bekannte Gesichter aus St.Gallen haben den Sprung ins Parlament hingegen geschafft. Neu ergänzen CVP-Stadträtin Patrizia Adam und SP-Kantonalpräsidentin Monika Simmler den Kantonsrat.

Etwas überraschend scheidet einer der umtriebigsten Politiker aus dem Parlament aus. Nils Rickert, die Stimme der Grünliberalen, war treibende Kraft hinter dem Referendum gegen den Baugesetz-Nachtrag. Für seine Abwahl ist wohl weniger sein Engagement, sondern vielmehr die allgemeine Schwäche der Kleinparteien verantwortlich.

Krise der Kleinparteien

Ebenso wie die Grünliberalen schwächelt die EVP. Die christliche Kleinpartei büsst ihre beiden Sitze ein. Sie ist damit in der kommenden Legislatur nicht mehr im Kantonsrat vertreten. Nebst dem St.Galler Jascha Müller muss auch EVP-Urgestein Hans Oppliger den Hut nehmen. Noch im vergangenen Herbst wollte die Partei mit dem freundlichen Bienenexperten aus Salez in den Ständerat einziehen. Jetzt muss Oppliger zumindest auf kantonaler Ebene Abschied nehmen vom politischen Parkett. Mit Basil Oberholzer (Junge Grüne) zieht auch eine junge Kraft ins Parlament ein.

Tochter von alt Stadtrat

Neu für die CVP im Kantonsrat politisiert künftig auch Boris Tschirky, Gemeindepräsident von Gaiserwald. Zu den prominenteren neuen Gesichtern gehört auch Isabel Schorer, die für die FPD ins Parlament einziehen wird. Schorer ist Leiterin der Standortförderung der Stadt St.Gallen – und Tochter von alt FDP-Stadtrat Peter Schorer. Der Wiler Jigme Shitsetsang zieht für die FDP ins Parlament ein. Er ist Leiter des Amtes für Soziales der Stadt Gossau. Shitsetsang wird unter anderem an der Seite von Strassenbauunternehmer Thomas Toldo politisieren. Der Werdenberger zieht für die FDP in den Kantonsrat ein. Künftig nicht mehr im Rat anzutreffen ist dagegen Jörg Frei, ehemaliger Präsident der CVP-Kantonalpartei.

Alle Gewählten im Überblick finden Sie unter diesem Link

Basil Oberholzer (Bild: ky)

Basil Oberholzer (Bild: ky)

Dieter Fröhlich (Bild: Ralph Ribi)

Dieter Fröhlich (Bild: Ralph Ribi)

Martin Sailer (Bild: Michael Hug)

Martin Sailer (Bild: Michael Hug)

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