ST.GALLEN: Norovirus-Kids sollen nochmals Skifahren dürfen

Rund 40 Sekundarschülerinnen und -schüler des Oberstufenzentrums Schönau dürfen vielleicht nochmals zwei Tage in die Berge zum Skifahren und Snowboarden. Ihr Skilager in Sent im Unterengadin hatte wegen des Norovirus vor zwei Wochen abrupt abgebrochen werden müssen.

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Rolf Breu, Schulleiter Oberstufenzentrum Schönau in St. Gallen. (Bild: PD)

Rolf Breu, Schulleiter Oberstufenzentrum Schönau in St. Gallen. (Bild: PD)

Nach den Sportferien sind gestern wieder alle Schülerinnen und Schüler, die krank waren, in die Schule gekommen. Schulleiter Rolf Breu sagt, Kinder und Lagerleiter hätten wegen des Virus einen «Schaurigen» erlebt.

Herr Breu, wie geht es den Schülerinnen und Schülern, die vor zwei Wochen wegen des Norovirus nach zwei Tagen aus dem Skilager hatten heimkehren müssen?

Es geht den Kindern und Jugendlichen wieder gut, nachdem sie im Unterengadin viel Unangenehmes erleben mussten. Das Lager war gut vorbereitet, alle hatten sich darauf gefreut, doch nach zwei Tagen war alles vorbei.

Wissen Sie, wie sich die Schönau-Kinder mit dem Norovirus angesteckt hatten?

Nein. Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass vor uns Schülerinnen und Schüler in der Unterkunft waren, die mit dem Virus infiziert waren, der Durchfall und Erbrechen auslöst. Ich halte das für Spekulationen und Indizien, die es nicht zu erhärten braucht.

Wird der Norovirus-Fall im Oberstufenzentrum Schönau in irgendeiner Form aufgearbeitet oder ist die Sache heute schon Vergangenheit?

Wir warten jetzt einmal ab, welche Kosten noch auf uns zukommen; wir mussten zwei Busse ins Unterengadin bestellen, einer davon muss desinfiziert werden. Zudem ist noch nicht ganz klar, was in der Unterkunft in Sent alles unternommen werden muss, damit sich niemand mehr mit dem Norovirus anstecken kann.

Das Skilager dauerte gerade einmal zwei Tage, von denen die Kinder einen beachtlichen Teil auf der Toilette oder im Bett verbrachten. War es das?

Nein, das soll es nicht gewesen sein: Die beiden Klassenlehrer prüfen bereits, ob sie mit ihren insgesamt rund 40 Schülerinnen und Schülern als Kompensation für den Lagerabbruch nochmals einen Tag oder zwei Tage in die Berge fahren und Schneesport betreiben können. (dwi)