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ST.GALLEN: Neustart im «Neubädli»

Das Restaurant Neubad an der Bankgasse hat eine bewegte Geschichte. Seit Anfang Monat ist das «Neubädli» wieder offen. Das Wirtepaar setzt auf Variation.
Luca Ghiselli
Natalie Schneider und Sandro Vladani im neueröffneten «Neubad». (Bild: Ralph Ribi)

Natalie Schneider und Sandro Vladani im neueröffneten «Neubad». (Bild: Ralph Ribi)

Luca Ghiselli

luca.ghiselli@tagblatt.ch

Für Sandro Vladani hat sich ein Kreis geschlossen. Lange hat der Chefkoch für das St.Galler Gastro-Urgestein Köbi Nett gearbeitet. Zunächst im «Netts», später im «David 38». Nach einigen Jahren als Küchenchef im «Candela» machte er sich dann gemeinsam mit einem anderen Ostschweizer Stargastronomen, René Engler, im Schloss Wartensee in Rorschacherberg selbständig. Jetzt ist er wieder sein eigener Chef. Und zwar dort, wo einst auch Köbi Nett kochte und wirtete: im «Neubädli».

Gemeinsam mit seiner Partnerin Natalie Schneider hat Vladani die Traditionsbeiz an der Bankgasse Anfang Februar neu eröffnet. Das Restaurant hat eine lange und bewegte Geschichte: Erst 2010 war es einem Fritteusenbrand zum Opfer gefallen – und blieb danach während fast eineinhalb Jahren geschlossen. «Das ‹Neubädli› zu führen, war schon lange ein Traum für mich», sagt Vladani. Als sich die Gelegenheit kurzfristig ergab, konnten Vladani und Schneider nicht ablehnen. «Zwischen der Entscheidung und der Neueröffnung vergingen nur zwei Monate. Da blieb keine Zeit, um nervös zu werden.»

«Genuss-Teller» statt Vor- und Hauptspeisen

Das «Neubädli» biete alles, was sich Wirte wünschen können, sind Sandro Vladani und Natalie Schneider überzeugt: «Das Restaurant hat Tradition, ist perfekt gelegen und hat einen Namen.» Das sei auch der Grund gewesen, weshalb der Name trotz Neustart blieb. «Das ‹Neubad› ist eine Marke. Warum sollten wir daran rütteln?» Und doch hat das Restaurant einen zusätzlichen Namen. «Genuss Manufaktur Neubad» heisst es neu. Kochen sei ein Handwerk, sagt Sandro Vladani. «Und das will ich nicht nur unseren Lernenden vermitteln, sondern auch auf den Teller bringen.» Die Teller sind etwas kleiner als üblich im neuen «Neubad». Auf eine Unterscheidung zwischen Vor- und Hauptspeisen wird bewusst verzichtet, es gibt nur «Genuss-Teller».

Für den normalen Hunger werden vier solcher Teller empfohlen. Vladani und sein Team kochen Traditionelles, wollen aber auch hin und wieder aus dem Gutbürgerlichen ausscheren. Ziel sei, möglichst viel Abwechslung zu bieten und auch laufend Gerichte zu ergänzen und auszuwechseln: Vom Lachsburger über Orecchiette bis hin zur geschmorten Kalbsbacke ist die Variation auf der kleinen Karte, mit der die neuen Pächter des «Neubädli» gestartet sind, gross. Zu ausgewählten Gerichten wird zudem gleich das passende Bier empfohlen.

Ein Beitrag zum Generationenwechsel

Die Absicht des Wirtepaars ist es, dem «Neubädli» einen modernen Anstrich zu verleihen, ohne die Tradition der Erststockbeiz zu vernachlässigen. «Wir wollen mit unserem Angebot auch vermehrt Junge ansprechen», sagt Natalie Schneider. Die St. Galler Gastroszene befände sich derzeit ohnehin im Wandel, ein Generationenwechsel trete langsam ein. «Wir wollen dazu beitragen.» Die Konkurrenz an der Bankgasse ist indes nicht klein. Hier reiht sich Restaurant an Restaurant, und in den warmen Monaten Gartenterrasse an Gartenterrasse. «Wir sehen das nicht als Bedrohung, im Gegenteil», sagt Sandro Vladani. Wer hier mit Qualität koche, leis­te einen Beitrag an eine lebendige Altstadt. «Davon profitieren im Endeffekt alle.»

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