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ST.GALLEN: Neue Direktlinien ab St.Gallen

Für die FlixMobility Group, gegen die vom Bundesamt für Verkehr ermittelt wird, ist St.Gallen wichtig. Neu fahren die grünen Busse von hier nach Slowenien und Kroatien – ohne Stopps.
Daniel Wirth
Französisches Kennzeichen, internationaler Fahrplan: Ein Flixbus hält an der Lagerstrasse. (Bild: Ralph Ribi)

Französisches Kennzeichen, internationaler Fahrplan: Ein Flixbus hält an der Lagerstrasse. (Bild: Ralph Ribi)

ST.GALLEN. Immer öfter sind auf der Sonnenstrasse, dem Unteren Graben und der Rosenbergstrasse die auffälligen grünen Flixbusse mit deutschen Kontrollschildern zu sehen. Ihr Ziel: die Lagerstrasse. Dort, hinter dem Bahnhof, machen sie seit rund einem Jahr Halt, um Passagiere aus- und einsteigen zu lassen. In rund einem Jahr sind über 50'000 Passagiere mit Flixbussen von St.Gallen nach Deutschland oder Frankreich gereist, wie Bettina Engert, Kommunikationsverantwortliche der FlixMobility Group, auf Anfrage sagt. Die Tendenz sei steigend. Bis Freitag konnten Reisende mit Flixbussen direkt nach München, Lörrach und Annecy südlich von Genf fahren.

Mit Abstand das beliebteste Reiseziel der Flixbus-Fahrgäste sei bis jetzt München, sagt Bettina Engert. Das verwundert nicht: Bis zu dreimal täglich verkehren Flixbusse zwischen St.Gallen und München. Fahrzeit: Rund drei Stunden. Fahrpreis: ab 15 Euro. Wer mit dem Zug von St.Gallen in die süddeutsche Metropole fährt, braucht knapp eine Stunde länger. Für einen Vergleich zwischen einem Flixbus-Ticket und einem SBB-Billett kann der Reisende, der aufs Portemonnaie schaut, nicht Plus oder Minus, sondern Mal oder Durch rechnen – so enorm gross ist die Fahrpreisdifferenz.

SBB haben reagiert auf froschfarbene Konkurrenz

Die SBB haben bereits vor längerer Zeit auf die froschfarbene Konkurrenz reagiert, wie ihr Sprecher Oli Dischoe sagt. Die SBB haben in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn (DB) ein Busangebot Zürich–München mit Halt in St.Gallen eingeführt. Trotz der Konkurrenz der internationalen Fernbusse hätten die Passagierzahlen auf der Strecke Zürich–München gehalten werden können. Zur Strecke St.Gallen–München macht SBB-Sprecher Dischoe indes keine Angaben. Die FlixMobility Group geriet vergangene Woche in die Schlagzeilen: Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat gegen das Unternehmen ein Verfahren eröffnet wegen des Verdachts auf Kabotage im Raum Basel. Demnach sollen Passagiere, die im Bus von Zürich zum Flughafen Basel-Mülhausen in Frankreich unterwegs waren, beim SBB-Bahnhof in Basel ausgestiegen sein – unerlaubterweise. Das sogenannte Kabotageverbot ist im Landesverkehrsabkommen mit der EU verankert. Das Verbot dient dem Schutz inländischer Transporteure.

Von St.Gallen aus können gegenwärtig mit Flixbus über 130 Ziele beispielsweise in Frankreich, Deutschland, Österreich, Holland, Tschechien oder in Italien angefahren werden. Allerdings muss bei diesen Reisezielen mindestens einmal umgestiegen werden. Dennoch: «Der Nachtbus St.Gallen–Berlin ist trotz des nötigen Umsteigens in München extrem beliebt», sagt die Flixbus-Informationschefin, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

St.Gallen auch ein beliebtes Ziel

Seit Freitag wird St.Gallen von Flixbus regelmässig direkt mit Maribor in Slowenien und mit Cakovec, Varaždin und Virovitica in Kroatien verbunden. Der Fahrpreis nach Maribor beträgt bei direktem Weg 83 Euro, mit Umstieg in München 43 Euro. Gemäss Bettina Engert sind in nächster Zeit weitere direkte Linien ab St. Gallen zu Destinationen in Italien und neuen Flixbus-Zielen in Frankreich und Deutschland geplant.

Exakte Zahlen, wie viele Passagiere mit Flixbus nach St.Gallen fahren, kann oder will die Pressesprecherin nicht geben. Sie lässt aber wissen, als Studentenstadt und beliebte Tourismusdestination sei St.Gallen ein «extrem attraktives» Ziel im europäischen Flixbus-Netzwerk. In der Schweiz fährt das deutsche Transportunternehmen neben St.Gallen zehn weitere Städte an. St.Gallen sei vergleichsweise wichtig, sagt Bettina Engert.

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