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ST.GALLEN: Kinderfest: Zurück zu den Wurzeln

In zwei Monaten ist der erste mögliche Termin fürs Kinderfest. An den Schulen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, unterstützt von regionalen Textilunternehmen.
Reto Voneschen
Am Kinderfest 2015 war nach einer längeren Pause die St. Galler Textiltradition wieder allgegenwärtig. (Bild: Donato Caspari)

Am Kinderfest 2015 war nach einer längeren Pause die St. Galler Textiltradition wieder allgegenwärtig. (Bild: Donato Caspari)

Die Vorbereitungen aufs Kinderfest seien –natürlich– weit fortgeschritten. Gestartet sei man damit ja bereits im vergangenen Herbst, sagt Alan Schmid von der städtischen Schulverwaltung: «In zwei Monaten muss ja auch alles bereit sein!» Die Konzepte der Schulhäuser stehen, jetzt werden Choreografien und Bewegungsabläufe für die Bühnendarbietungen eingeübt. Ohne Requisiten, mit Requisiten, mit Musik «ab Band», mit Livemusik. Teilweise sind die Trainings in den normalen Unterricht integriert, teilweise planen Schulhäuser auch Sonderwochen dafür.
Vorläufig wird nur in den Schulen und Turnhallen sowie auf den Pausenplätzen geübt. Anfang April starten die Aufbauarbeiten auf der Kinderfestwiese. Und ab dem 2. Mai können –trockenes Wetter vorausgesetzt– die Proben dann auf den verschiedenen Bühnen auf dem Rosenberg stattfinden. Die Zeitfenster für jedes Schulhaus sind klar vorgegeben, damit alle Klassen vor dem ersten möglichen Kinderfesttermin vom 16. Mai auf ihrer Bühne gestanden sind.



Weg vom Textilen durch Krise und Mentalitätswandel

Auch das Kinderfest 2018 will an die Textiltradition des Grossanlasses anknüpfen. Mit dem Boom an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert stand ja die Präsentation der Produkte der städtischen Stickereiindustrie im Mittelpunkt des Kinderfests. Die Mädchen und jungen Frauen trugen am Anlass weisse Stickereikleider. Mit dem Absturz der Textilindustrie während und nach dem Ersten Weltkrieg, aber auch durch den Mentalitätswandel in den späten 1960er-Jahren traten die Stickereien am Kinderfest in den Hintergrund. Viele ältere Festbesucherinnen und Festbesucher bedauerten und kritisierten dies zeitweise auch lautstark.

2015 besann sich das Kinderfest offiziell wieder auf seine textilen Wurzeln. Einerseits mit dem Motto «Weltweit verwebt». Anderseits wurden damals regionale Textilunternehmen in die Vorbereitungsarbeiten einbezogen. Jedes Unternehmen unterstützte das ihnen zugeteilte Schulhaus mit Stoffen.

Textile Tradition, Vadian und moderne Unternehmen

Diese Zusammenarbeit wird am diesjährigen Kinderfest weitergeführt und sogar intensiviert. Das Motto «Fadian» bringt Textiles (den Faden) aus Anlass des Jubiläums «500 Jahre Reformation» mit Reformator Vadian unter einen Hut. Zudem ist 17 von 18 Schulen wieder ein Ostschweizer Textilunternehmen zugeordnet. Geliefert werden von ihnen auch unerwartete Beiträge zum Fest, wie etwa ein textiler Kunstrasen für die Vorführungen.

Stadtrat Markus Buschor und Michael Berger, Leiter Berufsbildung bei Swiss Textiles, sprachen bei der Vorstellung der Partnerschaft am vergangenen Freitag von einer Win-Win-Situation. Die Schulen kämen auf diesem Weg fürs Fest zu speziellen Textilkreationen, die Textilindustrie wiederum könne sich so dem potenziellen Berufsnachwuchs unkompliziert vorstellen.
www.kinderfest.ch

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