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ST.GALLEN: Kantonsrat hält an halben Noten in den Schulzeugnissen fest

Der St.Galler Kantonsrat will halbe Noten in den Zeugnissen nicht abschaffen. Der Rat ist am Dienstag Regierung und vorberatender Kommission gefolgt. Die Schulen der Stadt St.Gallen müssen damit wieder zu halben Noten zurückkehren.
Der St.Galler Kantonsrat will nicht nur ganze, sondern auch halbe Noten im Zeugnis. (Bild: Keystone/Archiv)

Der St.Galler Kantonsrat will nicht nur ganze, sondern auch halbe Noten im Zeugnis. (Bild: Keystone/Archiv)

Die zweite Änderung im Volksschulgesetz betraf die Noten in den Schulzeugnissen. Die Gesetzesänderung wurde von der Regierung vorgeschlagen und geht auf eine Motion im Kantonsrat zurück.

Regierung und Kommission wollten den Grundsatz festschreiben, dass die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in ganzen und halben Noten zu beurteilen sind. Diese anerkannte Form sei einfach und verständlich.

Alleingang unerwünscht

Die Schulträger sollen nicht mehr wie bisher auf halbe Noten verzichten dürfen. Die Stadt St.Gallen fährt derzeit einen Sonderzug: Im vergangenen Sommer standen in den Zeugnissen der Zweitklässler erstmals nur noch ganze Noten. Die Stadt wollte dieses System schrittweise auch in der Mittel− und Oberstufe einführen. Daraus wird jetzt aber nichts.

«Solche Alleingänge erachten Regierung und Kommission als unerwünscht», sagte Ruedi Blumer, Präsident der vorberatenden Kommission. Hingegen soll im Kindergarten und in den ersten drei Semestern in der Primarschule auf Noten verzichtet werden können.

Im ganzen Kanton solle das gleiche System angewendet werden. Zumal auch in anderen Kantonen mit halben und ganzen Noten bewertet werde. Im Hinblick auf den neuen Lehrplan sei zur Diskussion gestanden, die Noten im ganzen Land abzuschaffen, sagte Bildungsdirektor Stefan Kölliker (SVP). Es sei löblich, dass der Kanton St.Gallen in all diese Diskussionen nie eingestiegen sei.

Stadt St.Gallen fügt sich

Die Stadt habe sich weder widerrechtlich verhalten noch ein Extrazügli gefahren, sagte der St.Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin. Sie habe sich an das Konzept «Fördern und fordern» gehalten und sich nach Beurteilungskriterien der Wirtschaft gerichtet. Wenn der Kantonsrat eine einheitliche Regelung wolle, werde sich die Stadt St.Gallen dem Entscheid fügen, so Scheitlin.

Die FDP-Fraktion wollte nicht auf die Vorlage eintreten. Die wenigstens Lehrpersonen seien mit der Notengebung vertraut. Eine 5 in Buchs, entspreche nicht einer Note 5 in Gossau, sagte die Fraktionssprecherin. Eine entsprechende Schulung der Lehrkräfte sei im Volksschulgesetz nicht verankert.

Das Setzen einer Zeugnisnote sei ein professioneller Ermessensentscheid einer Lehrperson, sagte der Sprecher der SP-Grünen-Fraktion. Der Rat trat mit 84 zu 15 Stimmen auf die Vorlage ein.
Die SVP-Fraktion wollte das «bewährte System» der halben und ganzen Noten 1 bis 6 nicht nur in der Verordnung, sondern auch im Gesetz festgeschrieben haben. Das Volksschulgesetz sei ein Rahmengesetz, sagte Regierungsrat Kölliker (SVP). Das Anliegen sei in der Verordnung der Regierung bereits verankert. Der Antrag wurde mit 46 zu 61 Stimmen abgewiesen.

Auf Antrag der vorberatenden Kommission wurde die Bewertung der Arbeitshaltung mit Arbeits-, Lern− und Sozialverhalten präzisiert. (sda)

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