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ST.GALLEN: Jetzt will's die SP wissen

Wie erwartet schickt die SP der Stadt St.Gallen Maria Pappa am 27. November in den zweiten Wahlgang um den noch nicht besetzten Sitz in der Stadtregierung. Der Entscheid fiel gestern abend einstimmig.
Reto Voneschen
Maria Pappa (ganz in Rot) freut sich am Sonntag im Waaghaus offensichtlich über ihr gutes Resultat im ersten Wahlgang für den Stadtrat. (Bild: Michel Canonica)

Maria Pappa (ganz in Rot) freut sich am Sonntag im Waaghaus offensichtlich über ihr gutes Resultat im ersten Wahlgang für den Stadtrat. (Bild: Michel Canonica)

ST.GALLEN. Es dürfte sich um eine der kürzesten Nominationsversammlungen in der Geschichte der städtischen SP gehandelt haben. Innert einer knappen halben Stunde beschlossen drei Dutzend Genossinnen und Genossen gestern abend, mit Maria Pappa in den zweiten Wahlgang der Stadtratswahlen zu steigen. Das beste Argument für diesen Entscheid hatte am vergangenen Sonntag die Kandidatin selber geliefert: Sie landete nicht wie von Wahlbeobachtern prognostiziert «unter ferner liefen», sondern kam bis auf 1050 Stimmen an Stadträtin Patrizia Adam (CVP) heran. Die amtierende Baudirektorin ihrerseits verpasste das absolute Mehr und damit die Wiederwahl um 237 Stimmen.

«Die Stadträtin und ihre Partei sind angeschlagen»

Die SP gab sich an der Nominationsversammlung von gestern Mittwoch in der Militärkantine kämpferisch. Der zweite Sitz in der Stadtregierung liege für die SP dank des guten Abschneidens von Maria Pappa in Reichweite, sagte Stadtparteipräsident Peter Olibet. Und die SP wolle diesen zweiten Sitz. Als grösste Partei im Stadtparlament sei sie bereit, zusätzliche Regierungsverantwortung zu übernehmen. Und die Chance, dass dies mit einem Sieg im zweiten Wahlgang möglich werde, sei lange nicht mehr so gut gewesen, sagte Olibet.

Die FDP, die den Reigen der Kampfkandidaturen trotz fünf erneut antretender Bisheriger vor dem ersten Wahlgang eröffnet hatte, habe am Sonntag dafür «eines auf die Nase bekommen». Die CVP-Amtsinhaberin sei nach ihrem schlechten Abschneiden am vergangen Sonntag sichtbar angeschlagen, ihre Partei überhaupt nicht in Hochform, sondern im Gegenteil in Flügelkämpfe verstrickt, bilanzierte Olibet. Nach den Sitzverlusten im Parlament hielten die Christdemokraten noch einen Stimmenanteil von 14,4 Prozent. Der linksgrüne Block mit SP, Juso, PFG, Grünen und Jungen Grünen komme jetzt auf 42,5 Prozent. Zusammen mit den Grünliberalen halte man gar die knappe Mehrheit der Sitze im Stadtparlament.

Der Wahlkampf werde sicher nicht einfach, räumte Stadtparteipräsident Olibet ein. Es werde sehr viel Engagement nicht nur seitens der Kandidatin, sondern der ganzen Partei brauchen. Mit dem Zugpferd, als das sich Maria Pappa im ersten Wahlgang erwiesen habe, sei es aber zu schaffen.

«SP muss sich sicher nicht verstecken»

Verschiedene Votanten unterstützten diese Ansicht. Darunter waren auch solche, die das Mitmachen im ersten Wahlgang noch skeptisch beurteilt hatten. Benedikt Landolt etwa plädierte vehement für die Nomination von Maria Pappa: Die SP, die am vergangenen Wahlsonntag ein phantastisches Resultat eingefahren habe, müsse sich sicher nicht vor jener Partei verstecken, die da einen «rabenschwarzen Tag» erlebt habe.

SP-Stadtparlamentarier Etrit Hasler erinnerte daran, dass es am 27. November nicht gegen die CVP alleine, sondern gegen den ganzen Block der Bürgerlichen gehen werde. Mit einem extremen Effort sei es aber möglich, einen zweiten linksgrünen Stadtratssitz zu erobern: «Das ist ein historischer Moment!» Nach kurzer Diskussion wurde Maria Pappa von der SP-Basis einstimmig und ohne Enthaltungen als Kandidatin für den zweiten Wahlgang der Stadtratswahlen von Ende November nominiert.

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