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ST.GALLEN: Industriegebiet St.Gallen West soll wachsen

Das Gebiet zwischen Gossau Ost und St.Gallen West befindet sich vor einem grossen Umbruch. Es soll verdichtet werden und wachsen - aber nach einem Konzept. Dazu wurde ein Verein ins Leben gerufen. Die Stadt will zudem vorsorglich Land erwerben.
Elisabeth Reisp
Die Stadt will sich die Option offen halten, die Zürcher Strasse zu begradigen und näher an die Autobahn zu verlegen. (Bild: Hanspeter Schiess/Urs Bucher)

Die Stadt will sich die Option offen halten, die Zürcher Strasse zu begradigen und näher an die Autobahn zu verlegen. (Bild: Hanspeter Schiess/Urs Bucher)

Elisabeth Reisp

elisabeth.reisp@tagblatt.ch

Die Begradigung der Zürcher Strasse im Industriegebiet in Winkeln ist nur eine mögliche Massnahme, um das Gebiet für die Zukunft fit zu machen. Das gesamte Gebiet zwischen Cash & Carry in Gossau bis zur Geissbergstrasse in St.Gallen soll weiterentwickelt werden. Wahllos neue Unternehmen anzusiedeln ist jedoch nicht das Ziel und entspricht auch nicht den Wünschen der beiden politischen Gemeinden sowie der Wirtschaftsverbände. Vielmehr soll das Gebiet strategisch positioniert und mit einem zukunftsfähigen Imageprofil versehen werden. Welches das ist, wird derzeit in einem partizipativen Verfahren erarbeitet.

Das Verfahren wird vom Verein Arealentwicklung St.Gallen West-Gossau Ost (Asgo) geleitet wird. Koordiniert wird das Verfahren von Andreas Schläpfer und Michael Näf.

Kitas und Aufenthaltsflächen im Freien

Zwei Workshops hat der im Mai des vergangenen Jahres ins Leben gerufene Verein Asgo bereits durchgeführt. Teilgenommen haben unter anderem Vertreter der Stadtplanung und der Standortförderung, die Stadtentwicklung Gossau, Grundeigentümer sowie Vertreter ansässiger Unternehmen. Im März und Mai 2018 wird in zwei weiteren partizipativen Workshops am Imageprofil und an einer Nutzungsvision gearbeitet. Schliesslich soll daraus ein Masterplan entstehen.

Gerade das Imageprofil sei eine Herausforderung, sagt Andreas Schläpfer. Jedes Gebiet habe seine eigene Identität, die zuerst beschrieben werden müsse. Erst dann sei es möglich, ein passendes Imageprofil zu kreieren. «Das Gebiet ist sehr heterogen und umfasst einerseits Industrie, aber auch Wohnzonen und Grünflächen. Es lässt sich nur schwer mit anderen Stadtentwicklungsgebieten wie Zürich Nord oder anderen vergleichen.»

Erste Bedürfnisse der Interessensvertreter wurden in den Workshops bereits formuliert – und versprechen dem Gebiet eine spannende Zukunft. So wurde der Wunsch nach Kindertagesstätten im Gebiet geäussert. Auch Aufenthaltsräume im Freien seien gewünscht worden. Um sich in der Pause die Beine zu vertreten oder das Mittagessen einzunehmen.

Die Zürcherstrasse könnte künftig begradigt werden. Dazu will die Stadt St.Gallen vorsorglich Land kaufen. (Bild: sbu)

Die Zürcherstrasse könnte künftig begradigt werden. Dazu will die Stadt St.Gallen vorsorglich Land kaufen. (Bild: sbu)

Wo sich seit den 1970er-Jahren mehr oder weniger planlos Unternehmen angesiedelt haben, soll in Zukunft ein ansprechendes, attraktives Gebiet für Arbeitsplätze entstehen. Auch in Zukunft werden sich hier Unternehmen niederlassen und Arbeitsplätze schaffen. Das Ziel ist aber, die Zwischenräume besser zu nutzen.

Wärmenetz und Gebietsgestaltung parallel planen

Der Verein Asgo setzt sich auch mit anderen entwicklungsrelevanten Schwerpunkten auseinander. So waren die Verkehrserschliessung und das zu er-wartende Verkehrsaufkommen ebenfalls Themen an den Workshops. Ein besonderes Augenmerk wird aber auf die Energie gelegt. Schliesslich müssen alle bisherigen und künftigen Unternehmen mit Energie versorgt werden. Derzeit wird ein Wärmenetz im Gebiet St.Gallen West, Gossau Ost und Gaiserwald geplant. Es soll die Abwärme von Industrie und Gewerbe auffangen und Wohn- und Büroräume heizen. Dieses Projekt wird über das Energienetz GSG von den St.Galler Stadtwerken, den Stadtwerken Gossau und SAK geleitet. Auch hier ist Schläpfer Koordinator. «Die Initiativen des Energienetz GSG und Vereins Asgo betreffen denselben Perimeter und sind daher aufeinander abgestimmt», sagt Schläpfer.

Die Projektarbeiten des Vereins Asgo werden voraussichtlich bis 2020 dauern. Pro Jahr fallen dafür Kosten von 60 000 Franken an. Die Startkosten werden von den vier Initianten – den Städten St.Gallen und Gossau, der Handels- und Industrievereinigung Gossau (HIG) und dem Industrie- und Gewerbeverein St.Gallen West (IVW) – getragen. Ab 2018 wird der Verein über Mitgliedschaftsbeiträge finanziert.

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