ST.GALLEN: Gesucht: Wildtiere im Stadtdschungel

In der Stadt St.Gallen sind Wildtiere unterwegs. Nun ruft die Stadt dazu auf, Beobachtungen von Igel, Eichhörnchen, Reh, Fuchs und Dachs zu melden.

Drucken
Teilen
Fuchs, Igel & Co. leben nicht nur im Wald, sondern auch in der Stadt - nun sollen sie sichtbar gemacht werden. (Bild: MITCH MORASKI (AP))

Fuchs, Igel & Co. leben nicht nur im Wald, sondern auch in der Stadt - nun sollen sie sichtbar gemacht werden. (Bild: MITCH MORASKI (AP))

Auch vor den Türen der Stadtbewohner leben Wildtiere. "Die Big5 von St.Gallen und anderen Schweizer Städten – Reh, Fuchs, Dachs, Igel und Eichhörnchen – mögen etwas kleiner als ihre eindrücklichen Verwandten in Afrika sein. Dennoch verspricht eine Safari im Stadtdschungel spannende Wildtierbeobachtungen", schreibt die Stadt St.Gallen in einem Communiqué.

Gesucht: Die Big5 von St.Gallen
Ein Fuchs, der in der Dämmerung an einem Bahndamm mit seinen Jungen spielt, ein Dachs, der nachts in einem Garten Kirschen nascht oder ein Igel, der auf einer Wiese nach Schnecken sucht: Die Aktion "Big5 gesucht" lädt die St.Galler Bevölkerung ein, Wildtierbeobachtungen auf der Webseite www.stadtwildtiere.ch zu melden.

Die Aktion wird am Ökomarkt vom 12. Mai lanciert. An einem Stand in der Marktgasse informiert die Trägerschaft über die Wildtiere im Stadtdschungel von St.Gallen. Felle, Tierpräparate, Bilder und eine kleine Safari durch den Ökomarkt laden ein, die Tiere mit allen Sinnen zu erleben, wie es im Communiqué heisst.

Lücken schliessen
40 der 90 Säugetierarten, die in der Schweiz vorkommen, leben gemäss der Mitteilung auch im Siedlungsgebiet. Einige davon, etwa Fuchs und Eichhörnchen, lassen sich leicht beobachten, andere, wie Wildschweine und Spitzmäuse, bekommt man nur selten zu Gesicht. "Eines der Ziele des Projektes ist es, Wissenslücken über die Nutzung urbaner Lebensräume durch grössere und kleinere Wildtiere zu schliessen", teilt die Stadt mit.

Die wilden Nachbarn sichtbar machen
Von Mai bis September werden auf dem Stadtgebiet Fotofallen aufgestellt, um die meist heimlich lebenden Wildtiere sichtbar zu machen. "Neben den Beobachtungsmeldungen können so weitere Angaben zu den Big5 von St.Gallen gesammelt werden", wie es weiter heisst. Die Ergebnisse sollen gemäss der Stadt helfen, die Natur im Siedlungsraum zu schützen und zu fördern.

Gemeinsames Projekt
Das Angebot www.stadtwildtiere.ch wurde vom Verein StadtNatur erarbeitet. Beobachtungen können für den gesamten deutschsprachigen Raum eingetragen werden. Lokale Projekte finden aktuell neben St.Gallen auch in den Städten Winterthur, Wien und Zürich statt. Weitere werden in nächster Zeit dazukommen. In St.Gallen wird das Projekt im Rahmen von "Natur findet Stadt" von der Stadt St.Gallen, vom WWF St.Gallen, von Pro Natura St.Gallen-Appenzell und vom Naturmuseum getragen. (pd/red.)

Aktuelle Nachrichten