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ST.GALLEN: Gegen Judenhass, für Israel

Erstmals hat am Mittwoch in St.Gallen ein «Marsch des Lebens» für Israel stattgefunden. Über 100 Personen nahmen am Tag vor Auffahrt am Gedenkanlass für die Opfer des Holocaust teil.
Der erste Stadtsanktgaller Marsch des Lebens mit Transparenten und Israel-Fahnen am Mittwochabend in der Neugasse. (Bild: Reto Voneschen)

Der erste Stadtsanktgaller Marsch des Lebens mit Transparenten und Israel-Fahnen am Mittwochabend in der Neugasse. (Bild: Reto Voneschen)

An Auffahrt wird in Israel am Gedenktag Yom Hashoah traditionellerweise der Opfer des Holocaust gedacht. Im Vorfeld finden seit einigen Jahren quer durch Europa ähnliche Gedenkveranstaltungen statt. Getragen werden sie von freikirchlichen Gruppierungen. Die Anlässe verknüpfen das Gedenken an die Judenvernichtung durch die Nazis mit einer Sympathiekundgebung für den Staat Israel.

Gedenken auf dem Gallusplatz

Am vergangenen Mittwoch hat erstmals ein solcher «Marsch des Lebens» (MdL) in St.Gallen stattgefunden. Er führte die gut 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Altersgruppen von der Kreuzbleiche über Hinterlauben (die ehemalige Judengasse) zum Gallusplatz. Dort gab's eine Gedenkveranstaltung mit Ansprachen, Liedern und Ritualen.

Judenhass und Antisemitismus seien heute wieder salonfähig, wurde in den Reden unter anderem kritisiert. Teils werde er offen vertreten, teils versteckt und subtil gelebt. Gegen diese Entwicklung müsse man deutliche Zeichen setzen. Nie wieder dürften Christinnen und Christen dazu schweigen. Sie seien gefordert, klare Zeichen zu setzen. «Für Israel und für ein unüberhörbares <Nie wieder!> gegen den Antisemitismus unserer Zeit», wie es in einem Flyer zur Gedenkveranstaltung heisst.

Juden und Christen versöhnen

Organisiert wurde der erste St.Galler «Marsch des Lebens» durch das Messianisch Christliche Center (MCS) St.Gallen. Es teilt sich seine Räume an der Schulstrasse 3 mit einer Freikirche namens Accts. Ein zentraler Punkt beim MSC ist die Verantwortung der Christen gegenüber den Juden, dem Volk von Jesus.

Entstanden sind die «Märsche des Lebens für Israel» vor einem Jahrzehnt in Deutschland. Initiiert wurden sie von der Tübinger Offensiven Stadtmission (TOS), einer neupfingstlich-charismatischen Gruppe. Auch gemeinsam mit Nachkommen von Wehrmachts-, Polizei- und SS-Mitgliedern werden die Gedenk- und Versöhnungsmärsche seither in ganz Europa durchgeführt. Seit 2007 haben solche Anlässe gemäss MdL-Flyer in 14 Ländern und über 300 Städten stattgefunden. (vre)

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