ST.GALLEN: Für Pendler wird das Parkieren teurer

Für Pendler und Besucher wird das Abstellen des Autos in der Erweiterten Blauen Zone ab 2017 teurer. Die Stadt reagiert auf Preisaufschläge beim Tarifverbund Ostwind.

Daniel Wirth
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Ein Parkplatz in der Blauen Zone im Quartier St. Otmar – einer von rund 5600 auf Stadtgebiet. (Bild: Benjamin Manser (St. Gallen, 31. Mai 2016))

Ein Parkplatz in der Blauen Zone im Quartier St. Otmar – einer von rund 5600 auf Stadtgebiet. (Bild: Benjamin Manser (St. Gallen, 31. Mai 2016))

ST.GALLEN. Personen, die auswärts wohnen und mit dem Auto zur Arbeit in die Stadt St. Gallen fahren, müssen ab dem 1. Januar 2017 knapp vier Prozent mehr zahlen für das Abstellen ihres Fahrzeugs in der Erweiterten Blauen Zone (EBZ). Heute zahlen sie für eine Monatskarte 128 Franken, ab dem nächsten Jahr werden es 133 Franken sein, wie die Stadtpolizei gestern in einem Communiqué mitteilte.

Auch die Tageskarten werden 2017 teurer

Die Stadtpolizei unterscheidet zwischen Pendler- und Besucherbewilligungen; letztere können tageweise gelöst werden. Das Abstellen eines Personenwagens in der EBZ kostet heute acht Franken am Tag. Ab dem nächsten Jahr beträgt dieser Tarif für Besucher neun Franken am Tag. Der Aufschlag von einem Franken scheint auf den ersten Blick moderat; er entspricht aber einer Anpassung nach oben um 12,5 Prozent. Im Vergleich mit Zürich (ab 14 Franken pro Tag) und Luzern (20 Franken pro Tag) bewegt sich der Preis für eine Tageskarte in der EBZ aber immer noch im unteren Teil der Tarifskala.

Nicht angetastet werden bei der bevorstehenden Preisanpassung die Parkgebühren für Anwohner; sie betragen nach wie vor dem Jahreswechsel 30 Franken pro Monat für das Abstellen eines Autos in der EBZ. Stadtpolizei und die Direktion Soziales und Sicherheit behandeln die Bewohner der Stadt nicht gleich wie Besucher und Pendler. Bewusst nicht, wie Roman Kohler, Leiter Kommunikation bei der Stadtpolizei, betont. Bereits vor einem Vierteljahrhundert, als die Erweiterte Blaue Zone in St. Gallen eingeführt worden war, sei mit ihr eine verkehrslenkende Wirkung angestrebt worden. Konkret: Pendler sollen möglichst nicht mit dem eigenen Personenwagen, sondern mit dem öffentlichen Verkehr in die Stadt fahren.

«Ostwind»-Billette werden im Dezember angepasst

Demnach sollen die Gebühren für die EBZ teurer sein als die Kosten für die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr. Weil der Tarifverbund Ostwind im Dezember die Preise für Monatsabonnemente verteuere, sei bei der Stadt eine Erhöhung der EBZ-Gebühren angezeigt.