Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

ST.GALLEN: Fünf Apotheken stechen zu

Ab 1. November dürfen auch Apotheker Impfungen gegen Grippe und Zeckenbisse verabreichen. Ein Drittel der Apotheken in der Stadt wird diesen Service anbieten.
Elisabeth Reisp
Impfen ohne Voranmeldung wie beim Arzt ist bald auch in einigen St. Galler Apotheken möglich. (Bild: Guillaume Horcajuel/KEY)

Impfen ohne Voranmeldung wie beim Arzt ist bald auch in einigen St. Galler Apotheken möglich. (Bild: Guillaume Horcajuel/KEY)

ST.GALLEN. Fünf der 15 Apotheken in der Stadt St. Gallen bieten ab 1. November die Grippeimpfung an. Ob es nun «nur» oder «bereits» fünf sind, ist Ansichtssache, meint Yvonne Geiger, Inhaberin der Bruggen-Apotheke und Präsidentin des Apothekerverbandes St. Gallen-Appenzell. Für den Start sei das eine gute Zahl. Kantonsweit machen vom neuen Impfgesetz 13 Apotheken gebrauch. Sie dürfen ab nächster Woche Grippe- und Zecken-Impfungen bei Kunden ausführen. Bisher war dies den Hausärzten vorbehalten. Weshalb aber noch nicht alle städtischen Apotheken mitmachen, hat teilweise praktische Gründe.

Apotheken sind vorbereitet

Die St. Jakob-Apotheke etwa verzichtet gemäss Geschäftsführer Gabriel Huber auf die Impf-Lizenz, weil beide Apotheker in wenigen Jahren pensioniert würden. «Die Weiterbildung für die Impf-Lizenz ist aber einigermassen aufwendig, daher haben wir uns dagegen entschieden», sagt Huber. «Wir überlassen das unseren Nachfolgern.» Zudem brauche es für die Impfungen in der Apotheke einen abgetrennten Bereich, wo sich Kunden bei einem Schwächeanfall auch hinlegen könnten. Über einen solchen verfüge die St. Jakob-Apotheke derzeit nicht.

Die fünf Apotheken in der Stadt, die den Service anbieten, befinden sich fast alle in der Innenstadt: die Amavita-Apotheke an der Poststrasse, die Careland-Apotheke im Zentrum, die Coop-Vitality-Apotheke im Neumarkt, die Rathaus-Apotheke sowie die Bruggen-Apotheke.

Bernadette Baumgartner ist Geschäftsführerin der Amavita-Apotheke an der Poststrasse. Im Apotheken-Kühlschrank lagern bereits 20 Ampullen Impfmittel. «Und wir können jeden Tag wieder bestellen, sagt sie. Das Impf-Angebot in der Apotheke sieht sie als wichtige Massnahme, um die Bevölkerung zu unterstützen. «Wir machen das gerne.» Wie teuer eine Impfung in ihrer Apotheke sein wird, sei noch nicht festgelegt. Eine Impfung koste voraussichtlich zwischen 40 und 45 Franken, sagt Baumgartner.

Yvonne Geiger hofft, dass in den nächsten Jahren mehr Apotheken die Grippe-Impfung anbieten. Die Nachfrage sei bereits jetzt da, bevor die Apotheker überhaupt impfen dürfen. In Basel werde bereits seit mehreren Jahren in den Apotheken geimpft. Mittlerweile habe sich dort die Zahl der Impfungen in den Apotheken verdreifacht, sagt Geiger.

Das Zielpublikum seien jene Kunden, die gesund sind und keine ärztliche Behandlung nötig haben und auch jene, die gar keinen Hausarzt mehr haben. Geiger erwartet eine rasch wachsende Nachfrage des niederschwelligen Angebots. Denn die Kunden müssen sich nicht für eine Impfung anmelden. Gerade für Arbeitstätige sei es nicht einfach, einen Termin beim Hausarzt zu vereinbaren. In der Apotheke kann man aber ohne Voranmeldung – «vielleicht spontan nach dem Feierabend» – eine Impfung machen lassen, sagt Geiger.

Grippewelle erst im Dezember

Wer sich impfen lassen will, sollte sich beeilen. Eine Grippewelle gebe es zwar noch nicht, sagt Geiger. Ab Mitte Dezember, spätestens im Januar, sei aber damit zu rechnen. Die Impfung braucht zwei Wochen, bis sich ihre Wirkung entfaltet hat. Dann aber hält sie vier bis sechs Monate.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.