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ST.GALLEN: Frisches Essen für St.Galler Oberstufenschüler

Die städtischen Oberstufenschulhäuser sind für die Organisation von Mittagstischen selber verantwortlich. Dabei sind unterschiedliche Angebote entstanden. Das will der Stadtrat ändern: Der Aufbau eines Mittagstischkonzepts kostet 530'000 Franken.
Christoph Renn
Im Oberstufenschulhaus Centrum gibt es seit 20 Jahren den Mittagstisch «Bürgliclub». (Bild: Hanspeter Schiess)

Im Oberstufenschulhaus Centrum gibt es seit 20 Jahren den Mittagstisch «Bürgliclub». (Bild: Hanspeter Schiess)

Christoph Renn

christoph.renn@tagblatt.ch

Im Oberstufenschulhaus Zil steht den Schülerinnen und Schülern am Mittag eine Mikrowelle zur Verfügung. Die Schülerschaft im «Engelwies» kann im nahe gelegenen Alters- und Pflegeheim zu Mittag essen. Diese Angebote reichen dem Stadtrat nicht. Deshalb hat er ein Konzept für ein städtisches Mittagstischangebot für alle Oberstufenschulhäuser ausgearbeitet. Die Jugendlichen sollen gemäss der Vorlage «Oberstufe; Neuausrichtung des Mittagstischangebots» ab Beginn des Schuljahres 2019/2020 davon profitieren.

Die Aufbauphase für die Mittagstische für alle Oberstufenschulhäuser der Stadt kostet rund 530000 Franken. Ausgenommen davon ist die «Flade». Der katholische Konfessionsteil stelle eine eigene Oberstufenschulgemeinde dar mit einer eigenen Oberstufenschule, die ihrer gesetzlichen Pflicht für ein Mittagstischangebot eigenständig nachkomme, erklärt Marlis Angehrn, Leiterin «Schule und Musik» in der Direktion Bildung und Freizeit. Im Vollausbau wird das Angebot gemäss Vorlage jährlich wiederkehrende Kosten von 610000 Franken auslösen.

Eine Mahlzeit kostet 7.50 Franken

Doch wieso hat heute überhaupt jedes Schulhaus eine andere Lösung? Anders als bei den Primarschulen sind die Oberstufenschulhäuser selbst für die Organisation des Mittagstisches verantwortlich. So ist eine Ungleichbehandlung der Schülerinnen und Schüler der Stadt St. Gallen entstanden. Ein Mittagstisch für die Oberstufe dürfe gemäss Vorlage jedoch nicht mit der Tagesbetreuung auf Primarstufe verglichen werden. Das Angebot gelte nur am Mittag, wie es der Name schon sagt, im Gegensatz zur Tagesbetreuung. Zudem brauchen Jugendliche eine andere Art der Betreuung als Kinder. Deshalb strebt der Stadtrat eine Zusammenarbeit mit der Offenen Jugendarbeit der Stadt an. Denn die Mitarbeiter würden das nötige Fachwissen im Umgang mit Jugendlichen mitbringen.

Am Mittagstisch sollen die Schüler spielen, Hausaufgaben erledigen oder sich mit erwachsenen Bezugspersonen austauschen. Jedoch dürfe der Mittagstisch nicht als Schulzeit verstanden werden. Dementsprechend sollen die Jugendlichen nicht von Lehrpersonen begleitet und beaufsichtigt werden.

Ergänzt werden die Teams durch eine Betreuungsassistenz ohne pädagogische Ausbildung. Auch Jugendliche der 3. Oberstufe können als Assistenten eingesetzt werden. Zudem kommt eine Köchin oder ein Koch dazu. Eine Mahlzeit wird 7.50 Franken kosten. Damit jedoch niemand ausgeschlossen wird, besteht gemäss Vorlage auch die Möglichkeit, einen Lunch selber mitzubringen.

Sechs mögliche Standorte für Mittagstische

Damit dieses Angebot für alle Schulhäuser der Stadt St. Gallen funktioniert, strebt der Stadtrat fünf bis sechs mögliche Standorte an. Denn alle Schülerinnen und Schüler sollen in Gehdistanz zu ihrem Schulhaus einen Mittagstisch vorfinden. So sind im Osten der Stadt zwischen den Schulanlagen Zil und Buchental zwei Standorte geplant. Im Centrum ist ein Ort angedacht. Im «Blumenau», «Bürgli» und «Talhof» steht das Konzept noch nicht fest. Im Westen der Stadt wird in einer ersten Etappe ein Standort angestrebt.

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