ST.GALLEN: Französisch überfordert die Primarschulkinder nicht

Der Französischunterricht in der Primarschule überfordert die Kinder nicht. Dies zeigen Studien und Umfragen. Der Kanton St.Gallen soll deshalb am Konzept mit Englisch ab der 3. und Französisch ab der 5. Klasse festhalten.

Drucken
Teilen
Untersuchungen haben ergeben, dass das Image des Französischen in der Primarschule und die Motivation, diese Sprache zu lernen und zu unterrichten, eher tief ist. (Bild: Coralie Wenger)

Untersuchungen haben ergeben, dass das Image des Französischen in der Primarschule und die Motivation, diese Sprache zu lernen und zu unterrichten, eher tief ist. (Bild: Coralie Wenger)

Die empfiehlt die zuständige Kommission des Kantonsrats nach ihrer Beratung eines Berichts der Regierung zu den Fremdsprachen in der Volksschule. Die Kommission stützt sich auf Untersuchungen in anderen Kantonen und Ländern sowie eine Befragung von Lehrpersonen, Eltern, Schulleitungen und Schulträgern im Kanton St.Gallen.

Motivation eher tief

Diese zeigten objektiv, dass der Französischunterricht in der Primarschule die Kinder «nicht grundsätzlich» überfordere, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Subjektiv sei aber das Image des Französischen und die Motivation, diese Sprache zu lernen und zu unterrichten, eher tief. Dies gebe Anlass zur Sorge.

Die Kommission stimmt bei ihren Empfehlungen mit der Regierung überein. Das Modell 3/5 mit Englisch und Französisch entspreche auch der Sprachenstrategie der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), die von 23 Kantonen mit über 90 Prozent der Bevölkerung angewendet werde. Dies sei ein Eckpfeiler der Schulkoordination.

Sprachaustausch fördern

Die kantonsrätliche Kommission diskutierte auch über den Sprachaustausch, der zurzeit auf Stufe EDK und Bund neu organisiert wird. Sprachaustausche seien eine «wirkungsvolle, im Kanton St.Gallen noch ausbaufähige Massnahme», um die Akzeptanz der zweiten Landessprache zu fördern. (sda)