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ST.GALLEN: Eine Spur der Zerstörung

Über 20 Schaufenster in der Innenstadt sind in der Nacht auf Sonntag zerkratzt worden. Laut Kantonspolizei ein Fall von mutwilliger Beschädigung in einer neuen Dimension. Die Detailhändler sind machtlos.
Christoph Renn
Unfall, kein Vandalismus: Die Scheibe der neuen «Chickeria» am Bohl wurde am Freitag bei Bauarbeiten eingeschlagen. (Bild: Sebastian Schneider)

Unfall, kein Vandalismus: Die Scheibe der neuen «Chickeria» am Bohl wurde am Freitag bei Bauarbeiten eingeschlagen. (Bild: Sebastian Schneider)

ST.GALLEN. Diese Woche hat für Detailhändler in der Markt-, Spital-, Kugel- und Neugasse mit einer bösen Überraschung begonnen. Unbekannte haben in der Nacht auf Sonntag gemäss Mitteilung der Kantonspolizei St. Gallen über 20 Schaufenster von Geschäften mit einem scharfen Gegenstand zerkratzt. «So etwas ist einfach nur nervig und sinnlos», äussern sich einige betroffene Detailhändler. In diesem Ausmass hat es dies laut Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei, in der Stadt noch nicht gegeben. Dies bestätigt auch Ralph Bleuer, Präsident von Pro City: «So viel mutwillige Beschädigung an Scheiben in einer Nacht habe ich noch nie erlebt.» Dass Schaufenster zerkratzt werden, komme jedoch leider immer wieder vor. «Das ist jeweils für die Beschädigten äusserst nervig und teuer. Man kann dagegen leider nichts unternehmen.»

Von einer Häufung in den vergangenen Jahren wollen jedoch weder Bleuer noch Rezzoli sprechen. Eine permanente Plage sei es nicht. «Viel häufiger sind Schmierereien, sogenannte Tags oder Graffitis», sagt Rezzoli. Dies bestätigt Markus Eugster vom Spielwarengeschäft Zollibolli: «Der Steinpfeiler vor dem Eingang wurde schon oft verschmiert.»

Schaufenster sehen schnell schäbig aus

Was mit den zerkratzten Schaufenstern passiert, muss nun jeder Detailhändler selbst entscheiden. «Die Scheiben sehen so halt schnell schäbig aus und können potenzielle Kunden abhalten», sagt Bleuer. Es komme jeweils auf die Grösse der Kratzer an. «Manche sieht man beispielsweise nur bei einer gewissen Sonneneinstrahlung. Dann ist es nicht ganz so schlimm» Doch sei es schliesslich meistens eine finanzielle Frage. «Da muss man Verständnis für ein Geschäft haben, wenn es die Scheibe nicht sofort ersetzen kann.»

«Ohne Anzeigen sind die Hände gebunden»

In einer ersten Schätzung beziffert die Kantonspolizei den Schaden des jüngsten Vorfalles auf mehrere zehntausend Franken. «Nun müssen wir abwarten, wer alles Anzeige erstatten wird», sagt Rezzoli. Dies sei sehr wichtig für die weitere polizeiliche Arbeit. «Ohne Anzeigen sind uns die Hände gebunden.» Zum genauen Vorgang in der Nacht auf Sonntag könne er momentan noch nicht viel mehr sagen. Auch nicht, ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt. «Bei Sprayern ist es meist so, dass einer Wache steht, während der andere die Wand bemalt», sagt Rezzoli. In diesem Fall vom Wochenende könne es jedoch auch eine einzelne Person gewesen sein. Auffallend sei, dass in die meisten Scheiben ein Schriftzug gekratzt wurde. Die Polizei sucht nach Zeugen.

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