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ST.GALLEN: Eine Planungsleiche verhindern

Die Entwicklungsplanung im Gebiet St.Gallen West/Gossau Ost ist zuletzt ins Stocken geraten. Die bisher getätigte Arbeit soll jedoch nicht vergebens gewesen sein. Eine Spurgruppe arbeitet nun an neuen Ideen.
David Gadze
Westlich des Kybunparks soll die Zürcher Strasse begradigt werden. (Bild: Michel Canonica und Benjamin Manser (17. Juli 2016))

Westlich des Kybunparks soll die Zürcher Strasse begradigt werden. (Bild: Michel Canonica und Benjamin Manser (17. Juli 2016))

Die Entwicklung des Gebiets St.Gallen West/Gossau Ost wird schon seit Jahren diskutiert. Im Zuge der Diskussionen über die Expo Ostschweiz im Jahr 2027 kamen weitere Ideen aufs Tapet, etwa eine Eventhalle oder eine Gondelbahn von Winkeln zum Gübsensee und bis Rüdlen. Diese dürften nach dem Volksnein vom Juni jedoch nicht weiterverfolgt werden. Das schreibt der Stadtrat in der Antwort auf eine Interpellation von SP-Stadtparlamentarierin Doris Königer. Er hält jedoch an den Plänen fest, das Areal in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln.

Widerstand der Grundeigentümer

In den vergangenen Jahren seien über das Gebiet diverse Überlegungen hinsichtlich Entwicklungsmöglichkeiten sowie Verdichtungs- und Nutzungspotenzialen angestellt worden, schreibt der Stadtrat. Diese Überlegungen hätten auch die Auseinandersetzung mit der aktuellen und der zukünftigen Verkehrssituation beinhaltet. Dies insbesondere darum, weil der Strassenverkehr in den vergangenen Jahren stark zugenommen habe und das Verkehrsnetz zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen stosse. Die Städte St.Gallen und Gossau hätten schon 2008 beschlossen, die mögliche Entwicklung und Erschliessung des Gebiets in einer gemeinsamen Studie zu untersuchen. Die Ideen der Standortentwicklung habe man auch mit den Grundeigentümern diskutiert.

2011 und 2012 seien die Erkenntnisse in einem kooperativen Planungsprozess überprüft und vertieft worden, schreibt der Stadtrat weiter. Darin seien auch Vertreter der Gemeinden Herisau, Gaiserwald und kantonaler Ämter sowie der Region Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee eingebunden worden. Das Ziel sei eine Entwicklungsvision beziehungsweise Nutzungsstrategie gewesen. Als wichtigster Faktor habe sich die Frage nach der baulichen Dichte und dem daraus resultierenden Verkehrsaufkommen erwiesen. «Leider ist es in der Folge nicht gelungen, die Ergebnisse der Planung in Übereinstimmung mit den Grundeigentümern in einem Masterplan festzuhalten», schreibt der Stadtrat. Da sich auch die 2012 lancierte Entwicklung eines Standorts für einen nationalen Innovationspark im Gebiet St.Gallen West/Gossau Ost nicht verwirklichen liess, habe sich am Ende für das ganze Gebiet ein längerer Planungsunterbruch ergeben. Einzige Ausnahme sei das Teilprojekt einer Streckung der Zürcher Strasse zwischen St.Gallen und Gossau. Demnächst soll der Kostenteiler zwischen den Städten St.Gallen und Gossau und dem Kanton geklärt werden.

Spurgruppe für weitere Planung gegründet

«Der Stadtrat ist nach wie vor überzeugt, dass räumliche und wirtschaftliche Entwicklungspotenziale im Gebiet vorhanden sind», schreibt er in der Antwort auf den Vorstoss. Aufgrund vergangener Erfahrungen sei erkannt worden, dass eine zügige fachliche Weiterbearbeitung wenig zielführend sei. Vielmehr sollen die ansässigen Betriebe und Grundeigentümer in die weitere Planung einbezogen werden. Deshalb sei eine Spurgruppe eingesetzt worden, in welcher die verschiedenen Stakeholder mitarbeiten. Dieser gehören ausserdem Vertreter des Stadtplanungsamts, der Standortförderung St.Gallen, der Stadtentwicklung Gossau, des Industrie- und Gewerbevereins St.Gallen West sowie der Handels- und Industrievereinigung Gossau an. Die Workshops werden von einer externen Fachperson moderiert.

Die Stadt selbst besitze im Planungsgebiet bis auf die Strassenparzellen keine Grundstücke von bedeutender Grösse. Bislang seien keine strategischen Zukäufe getätigt worden. Das Liegenschaftenamt stehe jedoch in Verhandlungen über den Erwerb eines strategisch wichtigen Grundstücks. Welches das ist, sagt der Stadtrat nicht. Und auch wenn die Expo-Ideen nicht weiterverfolgt würden, müsse die Rolle von Winkeln überdacht werden.

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