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ST.GALLEN: Eine heisse Feierabendparty

Blues, Jazz, Dixieland; Raclette, Bratwürste, Nasi Goreng; Bier, Most, Prosecco: Das "New Orleans meets St.Gallen" ging bei seiner 30. Austragung über die Bühne wie immer. Fast. Etwas heisser als sonst ging’s zu und her am Feierabendfest, das laut den Organisatoren von rund 30'000 Menschen besucht wurde.
Daniel Wirth
Ein Tänzchen in Ehren: Beste Stimmung in der St.Galler Innenstadt. (Bild: Benjamin Manser)

Ein Tänzchen in Ehren: Beste Stimmung in der St.Galler Innenstadt. (Bild: Benjamin Manser)

Dem Jungvolk treibt’s kurz vor 18 Uhr den Schweiss ins Gesicht, während der Klarinettist auf der Strassenparade kräftig in seine «Schwarzwurzel» stösst. Zum Glück gibt’s Abkühlung in Form ­gekühlter Tranksame. Eine junge Frau in Denim-Shorts steht auf dem Bohl. Sie trägt ein weisses T-Shirt und darunter ein nasses Bikini-Oberteil. Neben ihr winkt ein Banker mit Schuppen auf dem dunkelblauen Anzug seinem Arbeits­kollegen. Junge Frau und Banker – beide wippen zur Musik aus den Südstaaten. Beide haben einen Plastikbecher Bier in der Hand. Beide sind in Vorfreude auf ­einen herrlich warmen Sommerabend in den Gassen der St.Galler Altstadt. Das vereint, das bindet. Auf der Bühne im unteren Teil der Neugasse bei der Bank Acrevis spielen Jérôme Etcheberry and his Swingberries. Sie spielen «Happy Birthday». Stadtpräsident Thomas Scheitlin hat Geburtstag. Dank dieses Ständchens muss er jetzt noch mehr Hände schütteln als an einem gewöhnlichen «New Orleans meets St.Gallen».

New Orleans (Bild: Benjamin Manser)New Orleans (Bild: Benjamin Manser)
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23 Bilder

New Orleans meets St.Gallen

Das Taschentuch erlebt eine Renaissance

Die Gassen füllen sich. Der Duft von Nasi Goreng und Bratwürsten schwängert die Luft in den Gassen. Das ­Taschentuch erlebt eine Renaissance. Immer wieder wird eine Stirn damit ­getrocknet. New Orleans, die Stadt, die dem Festival in der Gallusstadt seinen Namen gibt, liegt im Bundesstaat Louisiana im Süden der USA. Am Dienstag hatte es am Mississippi 24 Grad bei Regen. In der Gallusstadt war es am Dienstagabend deutlich wärmer. Bruno Bischof, 1986 einer der Männer der ersten Stunde des «New Orleans meets St.Gallen» und heute Präsident des Organisationskomitees, hat warm und ist zufrieden mit dem Publikumsaufmarsch, wie er im Gespräch mit dem «Tagblatt» sagt. Das Festival in den Gassen der Altstadt, mit seinen vier Bühnen und rund 50 Verpflegungsständen, hat ein Budget von rund 100'000 Franken, sagt Bischof. Der OK-Präsident sagt, es werde je länger, je schwieriger, diesen finanziellen Aufwand zu stemmen. Er arbeitet mit 30 Freelancern zusammen. Am Dienstagmorgen war vom Gassenfest noch nichts spürbar, und am Mittwochmorgen wird nur noch ganz wenig an die Feierabendparty erinnern. «Das muss so sein», sagt Festivalchef Bischof.

Pausenlos wird Bier gezapft. Die Männer mit den Grillzangen in der Hand sind bachnass. Die Bands auf den vier Bühnen spielen Dixieland, Jazz, Blues. In den Gassen tanzen Männer und Frauen jeden Alters; die Stimmung ist ausgelassen. Die just am Dienstag bekannt gewordene drohende Schliessung einzelner Poststellen in der Stadt ist ausgeblendet.

Es läuft etwas im Zentrum der Stadt

«Endlich läuft etwas in der Stadt», sagt Erol Tolukan. Der 35-jährige Zürcher ist nicht wegen der Musik gekommen. «Die Stimmung macht’s aus». Rebecca Rutz spaziert mit zwei Freundinnen durch die Marktgasse. Die 25-jährige St.Gallerin ist Stammgast am «New Orleans meets St.Gallen». Heute passe einfach alles, sagt sie. «Das herrliche Sommerwetter, die Musik, das Essen – alles».

Die brummenden Klänge der Tenorsaxofone wechseln sich im Zusammenspiel ab mit hellen Trompetenstössen. Ein leichter Wind lässt die farbigen Sommerkleider tanzen. Die Feierabendparty - sie wird laut den Organisatoren von rund 30'000 Menschen besucht - ist in vollem Gang. Sommerabende wie dieser sind selten in der Gallusstadt.

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