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ST.GALLEN: Dritter Startversuch für Marktplatz

Jetzt soll es endlich klappen: Die Stadt unternimmt einen weiteren Versuch, den Marktplatz, den Bohl und den Blumenmarkt neu zu gestalten. Diesmal will sie die Betroffenen von Anfang an einbinden.
David Gadze
Das Stimmvolk hat 2011 und 2015 die Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt abgelehnt. (Bild: Benjamin Manser (7. März 2015))

Das Stimmvolk hat 2011 und 2015 die Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt abgelehnt. (Bild: Benjamin Manser (7. März 2015))

Bei der Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt hat die Stadt bisher keine allzu glückliche Figur gemacht. Zwei Vorlagen sind vom Stimmvolk in den vergangenen fünfeinhalb Jahren versenkt worden, im Mai 2011 und im März 2015. Und in beiden Anläufen prasselte vor und nach der Abstimmung viel Kritik auf den Stadtrat nieder. In einem dritten Anlauf soll nun das Geschirr geflickt werden, das bei den ersten beiden Anläufen zerschlagen wurde. Und das war ziemlich viel.

Alle Betroffenen sollen mitreden können

Morgen Freitag informieren Stadträtin Patrizia Adam und Stadtplaner Florian Kessler an einer Medienkonferenz über diesen dritten Anlauf. Ebenfalls ab morgen steht auf dem Marktplatz ein Container, in dem in den folgenden Tagen Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Baudirektorin Patrizia Adam und Stadtpräsident Thomas Scheitlin auf die öffentliche Informationsveranstaltung aufmerksam machen werden, die am Freitag in einer Woche im Waaghaus stattfindet. Dort wird dann das weitere Vorgehen detailliert vorgestellt.

Ausserdem haben Interessierte an der Infoveranstaltung die Möglichkeit, sich für den ersten Teil des «Forums Marktplatz» vom Mittwoch, 25. Januar, anzumelden. Das Forum wird insgesamt drei Teile umfassen. Nebst Vertretern von Parteien, Organisationen und Verbänden, Quartiervereinen, Taxifahrern und Markthändlern sowie Grundeigentümern soll auch die Bevölkerung in die weitere Planung einbezogen werden und sich schon im Vorfeld zur Neugestaltung äussern können. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Idealerweise würden 50 bis 70 Personen teilnehmen, sagte Stadtplaner Florian Kessler im Sommer. Für die Bevölkerung ist gemäss Adam noch gut ein Dutzend Plätze frei. Die Ergebnisse des Forums sollen bis im kommenden Sommer vorliegen.

Beim neuen Projekt gehe es in erster Linie darum, von Anfang an und in sämtlichen Projektteilen die Direktbetroffenen und die Bevölkerung einzubeziehen, sagte Patrizia Adam gestern im Gespräch. «Wir wollen deren Bedürfnisse klären und so mögliche Stolpersteine möglichst früh aus dem Weg räumen.»

Die Anliegen zu wenig berücksichtigt

Die Baudirektorin räumt ein, dass die Stadt beim zweiten abgelehnten Projekt gerade den Anliegen der Taxifahrer und der Markthändler zu wenig Gehör geschenkt habe. Dies führte letztlich dazu, dass im Vorfeld der Abstimmung von ganz unterschiedlichen Seiten teils massive Kritik am Projekt laut wurde. Am Ende stand die Stadt ein weiteres Mal vor einem Scherbenhaufen, den es zusammenzuwischen galt.

Laut Patrizia Adam gibt es am Forum keine Tabus – bis auf die Einschränkung, dass Marktplatz und Bohl auch weiterhin eine Drehscheibe für den öffentlichen Verkehr sein müssen. Die Zukunft der Calatrava-Halle steht hingegen wieder zur Disposition. Gemäss dem ersten Neugestaltungsprojekt hätte sie abgebrochen und andernorts in der Stadt wieder aufgebaut werden sollen. Nach dem Nein der Stimmberechtigten im Mai 2011 führte die Stadt eine Bevölkerungsumfrage durch: In dieser sprach sich eine Mehrheit der Teilnehmer für einen Verbleib der Calatrava-Halle auf dem Bohl aus.

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