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ST.GALLEN: Dritte A1-Tunnelröhre hat nun höhere Priorität

Der Bund will den Bau einer dritten Röhre durch den Rosenberg und die Teilspange zum Güterbahnhof bis 2030 in Angriff nehmen. Noch sind aber viele Fragen offen – unter anderem, wie die Spange überhaupt finanziert werden soll.
Luca Ghiselli
Unter dem Güterbahnhof-Areal ist ein unterirdischer Kreisel mit Ein- und Ausfahrt geplant. (Bild: Benjamin Manser, 16. März 2016)

Unter dem Güterbahnhof-Areal ist ein unterirdischer Kreisel mit Ein- und Ausfahrt geplant. (Bild: Benjamin Manser, 16. März 2016)

Einen Engpass höchster Stufe: Das prognostizieren die Experten des Bundesamts für Strassen (Astra) für den Autobahnabschnitt zwischen dem Neudorf und der Kreuzbleiche, falls bis 2040 keine dritte Röhre durch den Rosenberg gebaut werden sollte. Dicht aufeinander folgende Anschlüsse und viele spurliche Verflechtungen, wie sie in diesem Abschnitt vorkämen, seien nämlich problematisch. Das ist mit ein Grund, weshalb das Vorhaben im strategischen Entwicklungsprogramm zum Ausbau der Nationalstrassen (Step) zusammen mit der Teilspange vom Sitterviadukt über den Güterbahnhof in die Liebegg seit vorgestern in der Kategorie «Realisierungshorizont 2030» als prioritär behandelt wird. Bruttokosten in der Höhe von 462 Millionen Franken sind für den Bau der dritten Röhre eingeplant. Die Teilspange wird dabei noch nicht berücksichtigt, weil derzeit noch eine Zusatzstudie des Kantons durchgeführt wird. Sie wird aber als «integraler Bestandteil» der Ausbaupläne bezeichnet.

Kanton begrüsst den Schritt

Für Sascha Bundi, Leiter Mobilität und Planung beim kantonalen Tiefbauamt, kommt der Entscheid des Bundesrats nicht überraschend. «Wir waren mit dem Bund diesbezüglich schon länger im Gespräch.» Klar sei aber, dass der Kanton diesen Schritt begrüsse. Nach Abschluss der Zusatzstudie könne man nun die Projektierungsphase für die Teilspange starten. Die Gelder, die im Step für den Bau der dritten Röhre und die Erweiterung des Abschnitts Neudorf-Kreuzbleiche vorgesehen sind, seien aber noch nicht ausgegeben, betont Bundi. «Das ist ein strategischer Entscheid im Sinne eines Finanzprogramms.» Bevor der Bau beginnen kann, bedarf es eines weiteren politischen Entscheids auf Bundesebene.

Ähnlich sieht es bei der Teilspange aus. Wie die städtische Baudirektorin Maria Pappa auf Anfrage sagt, sei es dringend nötig, die Planung dort voranzutreiben. «Denn wenn der Bund die dritte Röhre durch den Rosenberg realisiert, würden wir bei der Ausfahrt Kreuzbleiche unsere Kapazitätsgrenzen massiv überschreiten.» Aus städtischer Sicht sei die Priorisierung des Vorhabens seitens des Bundes deshalb erfreulich. Dennoch gebe es noch einige Aspekte zu klären, bevor die Teilspange am Güterbahnhof in greifbare Nähe rücke. So werde derzeit noch abgeklärt, ob neben einer Ausfahrt in südlicher und östlicher Richtung auch eine nach Westen gebaut werden soll.

Auch die Finanzierung beziehungsweise die Kostenteilung ist noch offen: Der Kanton St.Gallen, beide Appenzell und die Stadt seien in Gesprächen. «Die Frage ist aber, ob sich auch der Bund finanziell an der Teilspange beteiligt oder nicht.» Stand heute sehe es aber nicht danach aus, was bei den Kantone und der Stadt deutlich höhere Beiträge auslösen würde. Das werde sich aber erst im Verlauf der kommenden Jahre weisen.

Der unterirdische Kreisel wird nur einstöckig

Dass bereits 2030 die Bagger auf dem Güterbahnhof-Areal auffahren, hält Pappa indes eher für unwahrscheinlich. Denn einem Bau ginge ein langer politischer Prozess mit Volksabstimmungen voraus. «Es könnte also 2035 werden, bis es wirklich so weit ist.» Laut Pappa steht hingegen bereits heute fest, dass der unterirdische Kreisel, der beim Güterbahnhof entstehen soll, nicht zweistöckig, sondern einstöckig wird.

Ursprünglich wurden für die Teilspange vom Sitterviadukt zum Güterbahnhof und hinauf in die Liebegg Kosten in der Höhe von 345 Millionen Franken veranschlagt. Dieser Voranschlag basierte jedoch auf einem weniger aufwendigen Projekt. Laut Recherchen der Nachrichtenagentur SDA sei deshalb davon auszugehen, dass die Kosten für das Vorhaben nun höher ausfallen.

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