ST.GALLEN: Die Glatt wird grün eingefärbt

Das Amt für Umwelt und das Amt für Wasser und Energie färben am Donnerstag die Glatt ein, um die Fliessgeschwindigkeit des Flusses zu bestimmen. Die Erkenntnisse daraus sollen helfen Gewässerverschmutzungen zu bewältigen.

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In Gossau wird die Glatt grün eingefärbt. (Bild: Hannes Thalmann/Archiv)

In Gossau wird die Glatt grün eingefärbt. (Bild: Hannes Thalmann/Archiv)

Die Glatt fliesst auf einer Strecke von über 25 Kilometern vom Quellgebiet in Schwellbrunn bis zur Einmündung in die Thur bei Oberbüren. Dabei kommt der Wissbach, ein wichtiger Zufluss der Glatt, an der Kantonsgrenze hinzu. Wie die St.Galler Staatskanzlei schreibt, wird für die Bestimmung der Fliessgeschwindigkeit in Tobelmüli, Gossau, grüner Farbstoff ins Flusswasser gegeben. An mehreren Stellen zwischen Gossau und Oberbüren werden in den nachfolgenden Stunden Proben entnommen, um die Durchgangskurve des Farbstoffs und daraus die mittlere Fliessgeschwindigkeit zu bestimmen.

Die Fliessgeschwindigkeit gibt Ausschluss darüber, wie viel Zeit den Einsatzkräften bei einem Öl- oder Chemieunfall bleibt, um flussabwärts Massnahmen zu treffen. Die Wasserversorger können bei einem Unfall mit wassergefährdenden Flüssigkeiten die Gefährdung ihrer Fassungen in der Nähe des Flusses abschätzen, wie es weiter heisst. Für die wichtigen Bodenseezuflüsse wurden bereits in früheren Jahren Markierversuche durchgeführt. Sie sind auch für weitere wichtige Flüsse im Kanton St.Gallen geplant.

Am Donnerstag wird die Glatt ab Tobelmüli bis zur Einmündung in die Thur während einiger Stundne einen deutlich sichtbaren Grünstick aufweisen. Der geruchlose Markierstoff Uranin sei gesundheitlich unbedenklich und stelle für Fauna, Flora und für die Trinkwasserversorgungen keine Gefahr dar, steht in der Mitteilung. Auch für Badende sei der Farbstoff harmlos. (pd/maw)