ST.GALLEN: Die Fussgängerbrücke soll weg

Der Stadtrat will die Passerelle über die Teufener Strasse 2019 durch einen Übergang mit Lichtsignal ersetzen. In der Beantwortung einer Interpellation hält er an dieser Lösung fest. Diese sei sicher und günstiger.

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Die Passerelle im Riethüsli soll 2019 durch einen Übergang mit Mittelinsel und Lichtsignal ersetzt werden. (Bild: Hanspeter Schiess)

Die Passerelle im Riethüsli soll 2019 durch einen Übergang mit Mittelinsel und Lichtsignal ersetzt werden. (Bild: Hanspeter Schiess)

Als bekannt wurde, dass die Stadt im Rahmen der Umgestaltung der Teufener Strasse die Passerelle im Riethüsli durch einen lichtsignalgesteuerten Fussgängerübergang ersetzen will, wehrte sich das Quartier. Die beiden Stadtparlamentarier Daniel Bertoldo (EVP) und Beat Rütsche (CVP) reichten zum Thema eine Interpellation ein. In der Beantwortung des Vorstosses hält der Stadtrat an der Nachfolgelösung fest. Das Provisorium weiterzuführen wäre zu teuer, schreibt der Stadtrat. «Eine Weiterführung wäre mit Instandstellungs-und Mietkosten von 160000 Franken verbunden.» Das Bausystem der Passerelle sei auf eine Nutzungsdauer von zehn Jahren ausgelegt, die bereits Ende 2016 abläuft. Mit geringen Unterhaltsmassnahmen liesse sich diese Frist aber bis 2019 verlängern.

Mit Lift hoch zum Schulhaus

Noch teurer käme eine definitive und behindertengerechte Passerelle. Diese würde mit 1,5 bis 2 Millionen Franken zu Buche schlagen. Deshalb sei die geplante Nachfolgelösung mit einem lichtsignalgesteuerten Fussgängerübergang sinnvoller, argumentiert der Stadtrat. Sie soll umgesetzt werden, sobald die Gleise der Appenzeller Bahnen mit der Einweihung der Durchmesser­linie wegfallen. Um den Aufgang zum Primarschulhaus Riethüsli weiterhin zu gewährleisten, ist ein Lift vorgesehen. Diese Lösung sei sicher und «mit Blick auf andere Strassenübergänge mit vergleichbaren Frequenzen zweckmässig». (ghi)