ST.GALLEN: Diagonal über den Röstigraben

Am Festival Suisse Diagonales Jazz treten zehn junge Bands ausserhalb ihrer Heimatregion auf. Ab morgen spielen Westschweizer, Zürcher und Tessiner in St. Gallen.

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Afro-Funk vom Genfersee: Die Bläsertruppe Professor Wouassa tritt am Samstag im «Palace» auf. (Bild: pd)

Afro-Funk vom Genfersee: Die Bläsertruppe Professor Wouassa tritt am Samstag im «Palace» auf. (Bild: pd)

Den viel beschworenen Röstigraben gibt es auch im Jazz. Gerade junge Formationen haben es schwer, den Sprung von der West- in die Ostschweiz und umgekehrt zu machen. Das Festival Suisse Diagonales Jazz möchte dies ändern und baut alle zwei Jahre Brücken über den Röstigraben. Auch dieses Jahr können wieder zehn junge Schweizer Jazzbands von 14. Januar bis 19. Februar in Clubs ausserhalb ihrer Herkunftsregion auftreten. Die Tour geht mehrfach diagonal durch die Schweiz, von Genf bis Schaffhausen, von Basel bis Chur. «Mit dieser dichten Folge von Konzerten sollen die Bands einen Schub in ihrer Entwicklung erhalten», heisst es auf dem Festivalflyer.

Zwei Konzertabende im Palace

Hinter dem Projekt Suisse Diagonales Jazz steckt ein nationaler Verband mit Vertretern verschiedener Schweizer Vereine und Clubs. Auch Gambrinus Jazz Plus aus St. Gallen ist im Vorstand dabei, und die Gallusstadt steht ebenfalls auf dem Tourkalender: Dieses Wochenende finden im Palace Suisse-Diagonales-Jazz-Konzerte statt (Türöffnung jeweils um 21 Uhr, Konzertbeginn um 21.30 Uhr) sowie am 5. Februar im Rahmen der Reihe «Kleinaberfein» im Centrum DKMS am Gallusplatz (ab 15.30 und ab 17 Uhr). «Es ist ein Festival, an dem man Bands entdecken kann», verspricht Sandro Heule von Gambrinus Jazz Plus. Zum Beispiel morgen Freitag im «Palace» den Westschweizer Pianisten Gauthier Toux, der sich unter anderem von Hip-Hop inspirieren lässt. Oder am gleichen Abend die Zürcher Sängerin Marena Whitcher, die mit ihrer Band eine Art Gespenster-Jazz auf die Bühne bringt, samt Schminke und Kostümen.

Am Samstag geht die Entdeckungsreise mit dem Tessiner Trio TreMeandy weiter. Danach übernimmt Professor Wouassa die Bühne, eine zehnköpfige Bläsertruppe vom Genfersee. Ihr Afro-Funk mit Soul dürfte nicht nur Jazzfans ansprechen. (rbe)

Suisse Diagonales Jazz

Morgen Fr/Sa, 21.30 Uhr, Palace; So, 5.2., 15 Uhr, Centrum DKMS