ST.GALLEN: Der Stiftsbezirk hat jetzt einen Managementplan

Der St.Galler Stiftsbezirk hat eine Auflage der Unesco erfüllt und für sein Weltkulturerbe einen Managementplan erarbeitet. Am Donnerstag wurde das Konzeptpapier vorgestellt. Beteiligt waren Stadt und Kanton sowie der Katholische Konfessionsteil.

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Der St.Galler Stiftsbezirk erfüllt den Unesco-Auftrag. (Bild: Reto Martin)

Der St.Galler Stiftsbezirk erfüllt den Unesco-Auftrag. (Bild: Reto Martin)

Seit 2005 fordert die Unesco, dass für Natur- und Kulturwelterbestätten ein Managementplan ausgearbeitet wird. Darin sollen unter anderem die Anstrengungen zu Schutz, Erhalt und Pflege ausgeführt werden.

Am Donnerstag wurde in St.Gallen der Managementplan für den Stiftsbezirk offiziell vorgestellt. Das rund 80-seitige Konzept enthält unter anderem eine Beschreibung des Weltkulturerbes, eine Zusammenfassung von Schutzinstrumenten sowie eine Darstellung des Verwaltungssystems. Dazu wurden konkrete Ziele für die Jahre 2017 bis 2020 formuliert.

Eine der Massnahmen für die kommenden vier Jahre ist der Ausbau des gesetzlichen Schutzes des Stiftsbezirks im neuen kantonalen Bau- und Planungsgesetz sowie in städtischen Verordnungen.

Ein weiterer Schwerpunkt gilt der Forschung. Dies betrifft weniger die Stiftsbibliothek als etwa die archäologische Auswertung von Grabungsdokumentationen aus den 1960er-Jahren.

Jedes Jahr zieht die Stiftsbibliothek 120'000 Besucherinnen und Besucher an. Das touristische Konzept soll nun überarbeitet und dabei die Kommunikation nach innen und aussen verbessert werden.

Bei geplanten Erneuerungen von Büro und Schulräumlichkeiten muss der Schutz des aussergewöhnlichen Wertes der Stätte noch mehr als bisher berücksichtigt werden.

Der Managementplan wird künftig alle vier Jahre überarbeitet. (sda)