Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ST.GALLEN: Das "Zil" in die Zukunft retten

Der Stadtrat will das Oberstufenschulhaus Zil für 22 Millionen Franken sanieren. Deshalb beantragt er dem Stadtparlament einen Verpflichtungskredit. Das letzte Wort hat das Stimmvolk.
Christoph Renn
Das Oberstufenschulhaus Zil wurde 1973 eröffnet und seither nicht mehr umfassend saniert. (Bilder: Hanspeter Schiess)

Das Oberstufenschulhaus Zil wurde 1973 eröffnet und seither nicht mehr umfassend saniert. (Bilder: Hanspeter Schiess)

Christoph Renn

christoph.renn@tagblatt.ch

Die Schülerinnen und Schüler des Schulhauses St.Leonhard dürfen sich seit Anfang Schuljahr über frisch renovierte Klassenzimmer freuen. Kaum sind die Arbeiten am Schulhaus abgeschlossen, plant der Stadtrat das nächste Projekt. Dieses Mal ist es ein Gebäudekomplex im Osten der Stadt. Genauer gesagt geht es um das Oberstufenschulhaus Zil, das für 22 Millionen Franken – inklusive Projektierungskredit und Provisorium – saniert werden soll. «Nach 45-jähriger Betriebszeit ist beim Zil sowie den dazugehörigen Sportanlagen eine Gesamterneuerung vonnöten», sagt Stadtrat Markus Buschor, Direktion Freizeit und Schule.

Für die Bauzeit von rund einem Jahr ist ein provisorisches Containerdorf auf dem Schulgelände vorgesehen. Doch bis die Arbeiten aufgenommen werden können, muss das Projekt noch einige Hürden nehmen. Als erstes beantragt der Stadtrat dem Parlament einen Verpflichtungskredit. Das städtische Stimmvolk kann voraussichtlich im Herbst dieses Jahres über die Vorlage entscheiden. Baubeginn ist für den Sommer 2019 vorgesehen. Verläuft alles, wie vom Stadtrat geplant, könnte der Schulbetrieb im Februar 2021 im sanierten «Zil» aufgenommen werden.

Gezeichnet von 45 Jahren Schulbetrieb

Das Oberstufenschulhaus Zil steht schon seit Längerem auf der Agenda des Stadtrates. In einer Machbarkeitsstudie hat er im Jahr 2010 die beiden Szenarien «Sanierung» und «Ersatzneubau» geprüft. Das Ergebnis war eindeutig: «Die Sanierungslösung und somit der Erhalt der Bauten hat sich durchgesetzt», sagt Stadträtin Maria Pappa, Direktion Planung und Bau. Dies, weil die Bausubstanz gesund sei, die Statik intakt und die Betontragkonstruktion in gutem Zustand. Dies täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass die Gebäude Abnützungserscheinungen der vergangenen Jahrzehnte aufweisen. «Und diese lassen sich nicht mehr mit den laufenden Unterhaltsarbeiten beheben», fügt Pappa an. Die baulichen Mängel sind jedoch nur ein Grund, weshalb der Stadtrat das «Zil» sanieren will. «Das Schulhaus erfüllt sowohl in betrieblicher als auch in pädagogischer Hinsicht nicht mehr alle Anforderungen», sagt Buschor. Die einzelnen Klassenzimmer sind zu klein, zudem fehlen Gruppenräume. Mit der Sanierung und den baulichen Veränderungen soll das «Zil» wieder ein modernes Schulhaus werden.

Die Raumaufteilung bleibt bestehen

Das 22-Millionen-Franken-Projekt sieht aber keine riesigen Veränderungen vor. Die Raumaufteilung bleibt bestehen. Sprich die Grösse der Klassenzimmer bleibt identisch. «Durch den Einbezug der bestehenden, grosszügigen Korridore in den Schulbetrieb, wird nach der Sanierung genügend Schulraum bestehen», versichert Stadtbaumeister Hans­ueli Rechsteiner. Wo heute ungenutzte Fläche in den leeren Gängen ist, soll in Zukunft ein multifunktionaler Raum entstehen, welcher die heutigen Anforderungen eines modernen Unterrichts erfüllt. Zudem werden die Aula und die Turnhalle erneuert. Das Oberstufenschulhaus Zil wird nach dem Umbau Platz für 15 Real- und Sekundarklassen bieten. Heute werden zwölf Klassen unterrichtet. «Im absehbaren Prognosezeitraum bis 2023 werden diese Raumkapazitäten ausgeschöpft sein», sagt Buschor.

Das Schulhaus behindertengerecht machen

Die baulichen Anpassungen sind aber nicht nur eine Schönheitskur für das Schulhaus. «Diese sind auch aufgrund gesetzlicher und normbedingter Auflagen notwendig», sagt Pappa. So sei das Zil momentan nicht behindertengerecht. Dieses Problem soll mit dem Bau von Liften behoben werden. Zudem müssen die Treppenhäuser brandsicher gebaut werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.