St.Gallen bohrt erst im März

ST.GALLEN. Die Bohrarbeiten für das Geothermie-Projekt der Stadt St.Gallen sind von Januar auf März 2013 verschoben worden. Der 58 Meter hohe Bohrturm steht derzeit noch in Becklingen (Norddeutschland) im Einsatz, wo die Arbeiten länger als geplant dauern.

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Die Geothermie-Baustelle im Sittertobel: Hier soll heisses Wasser Energie liefern. (Bild: Urs Bucher/Archiv)

Die Geothermie-Baustelle im Sittertobel: Hier soll heisses Wasser Energie liefern. (Bild: Urs Bucher/Archiv)

Rund 100 Lastwagentransporte werden nötig sein, um die Bohranlage nach St.Gallen zu bringen, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Der Aufbau der Anlage wird vier Wochen dauern.

Gemäss geologischen Abklärungen wird unter der Stadt St.Gallen in 4000 Metern Tiefe heisses Wasser vermutet. Gewissheit bringen aber erst die Bohrungen. Die Stimmberechtigten der Stadt hatten das Erdwärme-Projekt im Umfang von 160 Millionen Franken im November 2010 gutgeheissen.

Ursprünglich sollte Ende 2011 mit den Bohrungen begonnen werden. Wegen Einsprachen gegen die Ausschreibung des Bohrauftrags und weil der Bohrturm nicht frei war, gab es Verzögerungen.

Wenn alles klappt, sollen mittelfristig bis zur Hälfte der Gebäude in der Stadt St.Gallen umweltfreundlich mit Geothermie geheizt werden. Die Tiefenbohrungen und der Bau des Kraftwerks kosten 76 Millionen, der Ausbau des Fernwärmenetzes weitere 83 Millionen Franken. Der Bund trägt einen Teil des finanziellen Risikos. (sda)