ST.GALLEN: Bergbahnen Wildhaus mit Gewinn und Ausbauplänen

Die Bergbahnen Wildhaus AG weist für 2016 positive Zahlen aus: Das Betriebsergebnis lag mit 1,1 Mio. Franken um 27 Prozent über demjenigen des Vorjahrs. Der Hauptgrund: Tiefere Kosten.

Drucken
Teilen
Nach Abschreibungen verbleibt den Bergbahnen Wildhaus ein Gewinn von 104'328 Franken. (Bild: Benjamin Manser (Symbolbild))

Nach Abschreibungen verbleibt den Bergbahnen Wildhaus ein Gewinn von 104'328 Franken. (Bild: Benjamin Manser (Symbolbild))

Der Verkehrsertrag sei im Winter leicht unter dem Vorjahr gelegen, teilten die Bergbahnen Wildhaus AG mit. Es habe sich dabei gezeigt, wie wichtig Beschneiungsanlagen für den Geschäftserfolg seien.

Erst ab dem 6. Januar hätten winterliche Bedingungen geherrscht, illustrierte Urs Gantenbein, Vorsitzender der Geschäftsleitung, gegenüber der Nachrichtenagentur sda, die schwierigen Bedingungen.

Bei einem Jahresumsatz von 6,4 Mio. Franken weisen die Bergbahnen für das Geschäftsjahr 2016/17 ein Betriebsergebnis von 1,1 Mio. Franken aus. Nach Abschreibungen verbleibt ein Gewinn von 104'328 Franken.

Tieferer Aufwand als Grund für das Ergebnis

Das positive Ergebnis sei vor allem «mit einem konsequenten Kostenmanagement» möglich geworden, heisst es in der Mitteilung. Unter anderem sei ein Mitglied der Geschäftsleitung nicht mehr ersetzt worden. Dazu habe man im Betriebsaufwand Einsparungen umgesetzt, zählte Gantenbein auf. Ausgewirkt habe sich auch die teilweise Entlastung von der Mineralölsteuer.
Die Vorbereitungen für den schon länger angekündigten Ausbau der Bergbahnen liefen programmgemäss weiter, bestätigte der Geschäftsleiter. Vorgesehen sind grössere Investitionen in eine neue Sesselbahn sowie ein Ausbau der Beschneiungsanlagen. Seit Herbst 2015 wurden dafür neue Aktien im Gesamtwert von 1,53 Millionen Franken gezeichnet.

Keinen Einfluss auf diese Projekte hatte bisher ein unfreundliches Übernahmeangebot durch die Toggenburg Bergbahnen, das anfangs Juni in einem Zeitungsinserat publiziert wurde. Inzwischen musste die Offerte für den Aktienkauf bis Ende November verlängert werden. «Wir haben keine Informationen, wie viele unserer Aktien verkauft wurden», sagte Gantenbein. Den bisherigen Signalen nach zu urteilen, seien es nur wenige.

Der Streit der beiden benachbarten Bergbahnen war bereits auch Thema im St.Galler Kantonsrat. Unter anderem informierte dort Volkswirtschaftsdirektor Bruno Damann, dass vertrauliche Gespräche liefen. Eine Lösung des Konflikts steht aber noch aus. (sda)