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ST.GALLEN: Bei häuslicher Gewalt sind die Kinder mittendrin - Projekt soll helfen

Im Kanton St.Gallen ist ein Projekt "Häusliche Gewalt und die Kinder mittendrin" gestartet. Die Bedürfnisse von Kindern, die von Gewalt in Ehe und Partnerschaft betroffen sind, sollen besser berücksichtigt werden.
Kinder sind bei rund 45 Prozent der Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt anwesend. (Bild: (KEYSTONE))

Kinder sind bei rund 45 Prozent der Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt anwesend. (Bild: (KEYSTONE))

Bei rund 45 Prozent der Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt seien Kinder anwesend, heisst es in einer Mitteilung des Kantons vom Mittwoch.

Manchmal befänden sich Kinder mitten im Geschehen: Sie würden auf dem Arm des Elternteils getragen, der gerade geschlagen wurde. Einige Kinder versuchten dazwischen zu gehen, wenn die Gewalt eskaliere. Andere flüchteten zu Nachbarfamilien oder riefen selber die Polizei.
Wieder andere Kinder blieben im Kinderzimmer, hörten die Gewalt, und versuchten sich abzulenken oder stellten sich schlafend. Im Jahr 2017 habe es bei 474 Interventionen der Polizei solche Situationen gegeben. Bei 130 Familien mit Kindern musste sogar wiederholt eingegriffen werden.

Praxis-Handbuch bis 2020

Im November 2017 ist das Projekt "Häusliche Gewalt und die Kinder mittendrin" gestartet. Am 2. März wurden an einer Tagung Fachleute für das Thema sensibilisiert.

Im Mai folgt dann in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule St.Gallen eine Bestandsaufnahme: Die Angebote für Kinder werden zusammengetragen und allfällige Lücken festgestellt. Als Resultat des Projekts soll bis Januar 2020 ein Praxis-Handbuch für die involvierten Institutionen und Fachstellen erarbeitet werden.

2003 hat St. Gallen als erster Kanton die Möglichkeit geschaffen, dass die Polizei gewalttätige Personen zehn Tage aus der Wohnung wegweisen kann. Im Jahr 2017 verfügten die Kantons- und Stadtpolizei 77 solcher Wegweisungen. (sda)

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