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ST.GALLEN: Attraktiv für Unternehmen, aber nicht für den Mittelstand

Der Kanton St. Gallen ist im schweizweiten Steuerwettbewerb vor allem bei den tiefen und sehr hohen Einkommen sowie bei den Unternehmenssteuern gut positioniert. Das zeigt ein alljährliches Monitoring im Auftrag der Regierung.
Die kantonale Steuerpolitik bekommt von der HSG gute Noten. (Bild: Benjamin Manser)

Die kantonale Steuerpolitik bekommt von der HSG gute Noten. (Bild: Benjamin Manser)

ST.GALLEN. Das Institut für Finanzwissenschaft und Finanzrecht IFF an der Universität St.Gallen verfasst jedes Jahr seit 2011 ein Steuermonitoring. Darin geht es um die Stellung des Kantons St.Gallen im schweizweiten Steuerwettbewerb.

Bei den Einkommenssteuern schneide St.Gallen bei den tiefen und sehr hohen Einkommen vergleichsweise gut ab, während die Platzierung bei den mittleren Einkommen «relativ schlecht» sei, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch mit. Bei den Vermögenssteuern wird St.Gallen als «weiterhin relativ unattraktiv» eingestuft.

Attraktiver Unternehmensstandort
Hingegen ist St.Gallen bei den Unternehmenssteuern im interkantonalen Vergleich im Mittelfeld klassiert. International sei der Kanton als Unternehmensstandort attraktiv, heisst es in der Mitteilung.

Ziel der Regierung sei es, die Steuerbelastung bei den natürlichen Personen dem Durchschnitt der Nachbarkantone anzugleichen und den Gewinnsteuersatz für juristische Personen auf unter 10 Prozent zu senken. Aufgrund der angespannten Finanzlage habe diese Strategie in den letzten Jahren aber nicht weiterverfolgt werden können.

Die anstehende Unternehmenssteuerreform III, über die allerdings voraussichtlich noch abgestimmt werden muss, verlangt nach Anpassungen: Die Revision im Kanton St.Gallen solle «primär als standortpolitische Steuervorlage» konzipiert werden, kündigt die Regierung an. Dabei stünden Anpassungen beim Steuertarif für juristische Personen im Vordergrund. Vorgesehen ist eine Reduktion der Gewinnsteuern von 17,4 auf unter 15 Prozent. (sda)

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