ST.GALLEN: Aemisegger will sich auf Revolution konzentrieren

Dario Aemisegger will sich nach der diesjährigen Austragung aus der Organisation des Weihern-Festivals in St.Gallen zurückziehen. Er will sich stärker der "Revolution 9000", seinem Kampf gegen das "Bünzlitum" widmen.

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Er steht hinter der Revolution gegen die Bünzlis: Dario Aemisegger, Organisator des Weihern Open Airs. (Bild: Luca Linder)

Er steht hinter der Revolution gegen die Bünzlis: Dario Aemisegger, Organisator des Weihern Open Airs. (Bild: Luca Linder)

Heute Mittwoch, ab 16 Uhr, soll im Stadtpark die «Revolution 9000» ausbrechen. Damit soll es der «Diktatur der Bünzlis» in St. Gallen an den Kragen gehen. Gestern Dienstag hat Dario Aemisegger, der Initiant des Weihern-Festivals und Hauptorganisator der Revolution, darüber informiert, was im Park geschehen soll – und was vor allem nicht. Zudem gab Aemisegger bekannt, dass er sich nach dem Festival in diesem Herbst in der Grabenhalle aus dem Weihern-Openair zurückziehen werde. Dies, um sich auf die «Revolution 9000» und die mit ihr bezweckten Struktur- und Haltungsänderungen konzentrieren zu können. Aber auch, um Interessenkonflikten zwischen den Machern von Festival und Revolution aus dem Weg zu gehen. Wie es nach der Durchführung in der Grabenhalle mit dem Weihern-Open­air-Festival im Jahr 2018 weitergehen soll, blieb an der gestrigen Medienkonferenz noch offen.
 

Keine Kundgebung, kein Kulturanlass

Und was erwartet Besucherinnen und Besucher heute Nachmittag im Stadtpark? Gemäss Dario Aemisegger ganz sicher keine politische Kundgebung und auch keine Kulturveranstaltung. Der Aufruf zur «Revolution 9000» sei als Gesprächsangebot zu verstehen. Es gehe den Initianten darum, dass sich im Park möglichst viele verschiedene Leute treffen, miteinander diskutieren, andere Meinungen zur Kenntnis nehmen und eventuell mit geändertem Standpunkt den Park wieder verlassen könnten. Auf diese Weise wolle man die Stadt St. Gallen wieder zu einem Ort machen, an dem kulturelle, sportliche und wirtschaftliche Visionen möglich würden, erklärte Dario Aemisegger vor den Medien. Konkrete Erwartungen an den Anlass vom Mittwoch haben die Organisatoren nicht. Wenn viele Leute kämen und diskutierten, sei das bereits ein Erfolg, sagte Aemisegger gestern.

Ein Gesuch für eine Bewilligung der «Revolution 9000» im Stadtpark wollen Aemisegger und seine Mitstreiter für heute Mittwoch bei der Stadt übrigens nicht einreichen. Man sei der Meinung, dass es eine solche wie auch einen offiziellen Organisator für diesen Anlass gar nicht brauche. Es handle sich ja um eine Einladung ans ganze Gemeinwesen, sich zum Gespräch im Stadtpark zu treffen. Da werde der Öffentlichkeit kein Raum für private Aktivitäten entzogen. Es gebe keine Ansprachen und auch kein Programm, wurde gestern festgehalten. Man sei und bleibe aber mit der Stadtpolizei im Gespräch. (vre)