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STEUERGELDER: Steinach: Die Zahlen sind besser als erwartet

In der Gemeinde Steinach freut man sich über einen erfreulichen Rechnungsabschluss. Der Rat will den Steuerfuss von 119 Prozent beibehalten. Es stehen aber Investitionen an in der 3566-Einwohner-Gemeinde.
Jolanda Riedener
Zufrieden mit der Gemeindeentwicklung: Roland Brändli (links) und Rolf Vorburger. (Bild: Jolanda Riedener)

Zufrieden mit der Gemeindeentwicklung: Roland Brändli (links) und Rolf Vorburger. (Bild: Jolanda Riedener)

Nur ein «kleines Minus» hat Steinachs Gemeinderatschreiber Rolf Vorburger gestern vermelden müssen. Die Rechnung 2017 schliesst fast 590000 Franken besser ab als budgetiert. In Steinach rechnete man mit einem Aufwandüberschuss von gar 656000 Franken. Der nun kleinere Aufwandüberschuss von 73000 Franken sei vor allem auf einen Minderaufwand in den Bereichen Soziale Wohlfahrt und Pflegefinanzierung zurückzuführen. Gerade in diesen Bereichen seien die Kosten jeweils schwierig voraussehbar. Im vergangenen Rechnungsjahr profitierte die Gemeinde insbesondere von Rückerstattungen von der IV ans Sozialamt. Auch die Rechnung des betreuten Wohnen Gartenhof schloss besser ab als budgetiert.

Steuern bleiben trotz Investitionen gleich

Mit den Zahlen ist der Gemeindepräsident zufrieden. «Die Finanzen haben sich gut entwickelt», sagt Brändli. Trotz bevorstehenden, teils grossen Investitionen, wird der Steuerfuss von 119 Prozent beibehalten. Die dritte Etappe der Sanierung Schulstrasse ist eine dieser Investitionen. Ein Kredit von 2,01 Millionen Franken kommt am 27. März zur Abstimmung. Damit soll der Abschnitt zwischen der Bleichestrasse bis zur Werftstrasse saniert werden.

Die Steuerfusssenkung 2016 mache sich in der aktuellen Rechnung bemerkbar: In den Einkommens- und Vermögenssteuern nahm die Gemeinde weniger ein als im Budget vorgesehen. Von juristischen Personen sowie aus Grundstückgewinnsteuern hingegen ergaben sich mehr Einnahmen. Was das Bevölkerungswachstum anbelangt, zeigt sich Brändli ebenfalls zuversichtlich: «Ein Wachstum von etwa einem Prozent ist für eine positive Entwicklung der Gemeinde gewünscht.» Die in Steinach angesiedelte Wirtschaft steht gemäss Brändli ebenfalls gut da: «Im Vergleich zur Gemeindegrösse sind hier einige, grössere Betriebe ansässig.» Rund 1700 Arbeitsplätze gibt es in Steinach.

Betreutes Wohnen belastet die Gemeindefinanzen

Im Budget 2018 rechnet der Gemeinderat mit einem Aufwandüberschuss von 62000 Franken. Im Vergleich zum Vorjahr sei mit einem erhöhten Personalaufwand (120000 Franken) und einer Zunahme der Kosten zur Pflegefinanzierung (70000 Franken) zu rechnen. Im Budget 2018 sind ausserdem Reservebezüge in verschiedenen Bereichen vorgesehen, da mit der Einführung des neuen St. Galler Rechnungsmodells (RMSG) ab dem 1. Januar 2019 alle Reserven aufgelöst werden müssen.

Das neue Rechnungsmodell soll die Vergleichbarkeit der St. Galler Gemeinden verbessern. Wegen dieser Änderung will der Rat die Rechtsform des betreuten Wohnens Gartenhof in ein selbstständiges öffentlich-rechtliches Unternehmen überführen. Die Gemeinderechnung werde jeweils durch den Gartenhof stark belastet. An der Bürgerversammlung befinden die Bürgerinnen und Bürger über eine entsprechende Änderung in der Gemeindeordnung.

Im laufenden Jahr will der Gemeinderat den Fokus auf verschiedene Bereiche legen. Gegen aussen besonders wahrgenommen wird gemäss Brändli wohl der Erweiterungsbau im Betreuten Wohnen Gartenhof. Voraussichtlich Ende August erfolgt der Baustart. Auch das 1250-Jahr-Jubiläum von Steinach im kommenden Jahr beschäftigt den Rat. Weiter werde ein neues, einheitliches Parkplatzkonzept in der Gemeinde erarbeitet und die Sicherheit beim Einlenker Pfauenmoosstrasse/Rorschacherstrasse in Obersteinach werde erhöht.

Mit der baulichen Verdichtung beschäftigt sich der Rat während der Erarbeitung von Zonenplan und Baureglement. An der Klausurtagung, in die sich der Gemeinderat heute verabschiedet, wird das Baurecht als Schwerpunkt behandelt. Verdichtung ist auch im Projekt Zen-trumsgestaltung von Bedeutung. Der Gemeinderat will zu einer Förderung der Umsetzung beitragen, wie er in seiner Zielsetzung für 2018 formuliert. «Eine Einigung mit Einsprechern konnte nicht erfolgen, deshalb muss die Angelegenheit auf dem Rechtsweg geklärt werden», so Brändli.

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