Steuerfuss sinkt auf 142 Prozent

Die Stimmbürger der Gemeinde Thal hatten die Wahl, den Steuerfuss um drei, fünf oder zehn Prozent zu senken. Sie entschieden sich klar für drei Prozent.

Gisela Tobler
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THAL. An der Vorversammlung vom Montag hatte Initiant Bruno Looser für seinen Vorschlag, den Steuerfuss um 10 Prozent auf 135 Prozent zu senken, noch Applaus geerntet. An der ordentlichen Bürgerversammlung konnte er nun nur auf drei Stimmen zählen.

Gerard Fritschis Kompromissvorschlag, den Steuerfuss wenigstens um 5 Prozent zu senken, statt wie vom Gemeinderat beantragt um 3 Prozent, brachte es immerhin auf 34 Stimmen.

Bei der entscheidenden Abstimmung folgten 143 der insgesamt 180 anwesenden Stimmberechtigten – eine Beteiligung von 4,5 Prozent – dem Vorschlag von Gemeinderat und Geschäftsprüfungskommission. Somit wird der Steuerfuss der Gemeinde Thal für das Jahr 2010 um 3 Prozent, von 145 auf 142, gesenkt.

«Keine Bank» gegen «unseriös»

Werner Wild, der Loosers Antrag an der Bürgerversammlung vertrat, argumentierte: «In den letzten fünf Jahren haben wir Steuern für sechseinhalb Jahre bezahlt.

Die Gemeinde ist keine Bank, muss kein Geld horten, das dem Bürger aus der Tasche gezogen wurde.»

Gemeindepräsident Robert Raths gab zu, die gute Finanzlage erlaube eine Senkung des Steuerfusses zwischen 0 und 6 Prozent. Doch 10 Prozent seien «nicht seriös und bergen die Gefahr, dass der Steuerfuss im nächsten Jahr wieder erhöht werden muss». Der Gemeinderat strebe Kontinuität an, was er insofern bewiesen habe, als der Steuerfuss in den letzten fünf Jahren schrittweise um 15 Prozent, von 157 auf 142 Prozent, gesenkt werden konnte.

Votanten, die sich zugunsten des Antrags der Behörden äusserten, ernteten allesamt Applaus, und nach der überwältigenden Zustimmung durch die Bürgerschaft war Robert Raths sichtlich erleichtert: «Für mich ist das Resultat ein klares Vertrauensvotum, und es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Bürger haben zum Ausdruck gebracht, dass sie Wert auf Kontinuität und Stabilität legen.»

18 Personen eingebürgert

Nach der danach einstimmigen Genehmigung des Budgets wurde über die zwölf Einbürgerungsgesuche abgestimmt. Sie kamen – abgesehen von den üblichen vereinzelten Gegenstimmen – alle problemlos durch.

Nach der rund eine Stunde dauernden Versammlung wurde im Pfarreiheim ein Apéro serviert und eine Diaschau von Franz Buchmann gezeigt, der das vergangene Jahr in Bildern festgehalten hat.

Nächstes Jahr am Montag

Da immer wieder der Wunsch geäussert wurde, die Bürgerversammlung an einem Montag durchzuführen, gelten für nächstes Jahr folgende Daten: Vorversammlung am 21. März 2011, Bürgerversammlung am 28. März 2011.

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