Steinach prüft Abkommen mit Arbon

Die massive Erhöhung des Schulgeldes der Sekundarschulgemeinde Arbon für die Steinacher Oberstufenschüler löst eine breite Diskussion aus. Die Ortspartei der FDP wünscht vom Gemeinderat nun die Prüfung von alternativen Beschulungsmöglichkeiten.

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Ein Staatsvertrag regelt die Beschulung der Steinacher Oberstufenschüler durch die Schulgemeinde Arbon. (Bild: Max Eichenberger)

Ein Staatsvertrag regelt die Beschulung der Steinacher Oberstufenschüler durch die Schulgemeinde Arbon. (Bild: Max Eichenberger)

STEINACH. 39 Prozent oder 6848 Franken soll die Gemeinde Steinach mehr an die Sekundarschulgemeinde Arbon (SSG Arbon) zahlen. Pro Schüler und Jahr, versteht sich. Dies führt in Steinach zu vielen Diskussionen, doppelt angeheizt durch die Ablehnung der Steuerfusserhöhung in der SSG Arbon im November vergangenen Jahres, sowie im Jahr zuvor.

Hoffen auf saubere Abklärungen

Diese Umstände hat die Ortspartei der FDP zu einer Eingabe an den Gemeinderat veranlasst. Sie hinterfragt die Schulgelderhöhung und wünscht vom Rat die Prüfung von alternativen Beschulungsmöglichkeiten für die Oberstufenschüler. «Es gibt Alternativen», sagt Diego Studerus, Präsident der FDP Steinach. Es könne auch sein, dass sich Arbon als die beste Lösung präsentiere, darüber wolle er jetzt noch nicht urteilen. Es gehe der Partei auch nicht darum, möglichst bald die Verträge zu kündigen. «Wir sind zufrieden, wenn wir merken, dass die Alternativen sauber abgeklärt wurden», ergänzt Studerus. Wieso die Lösung in Arbon so teuer ist, auch darüber könne er nur spekulieren. Es gehe in diesem Fall aber sowieso nicht nur um monetäre Fragen. Auch das Schulsystem müsse durchleuchtet werden, da dieses in den Kantonen St. Gallen und Thurgau unterschiedlich sei. Die FDP werde sich in Sache Schulgelder auch noch mit anderen Parteien absprechen.

Wichtig sei der Partei, dass sich der Gemeinderat längerfristig ausrichtet. Die Kosten, die Qualität und das Schulsystem müssten übereinstimmen. Dass nicht sofort etwas geschehen wird, ist klar, denn der Staatsvertrag zwischen den Regierungen des Kantons Thurgau und des Kantons St. Gallen sieht eine Kündigungsfrist von fünf Jahren vor. Eine Kündigung ist nur durch eine der beiden Regierungen möglich.

Abklärungen werden dauern

Der Gemeinderat leistet der Aufforderung der FDP Steinach Folge. In einer Mittelung schreibt er, dass er beschlossen hat, trotz bereits in früheren Jahren vorgenommenen Abklärungen bezüglich alternativen Lösungen durch die ehemaligen Schulbehörden der Primarschule Steinach, andere Beschulungsmöglichkeiten für die Oberstufe in und zusammen mit den umliegenden Gemeinden nochmals zu prüfen. Er schreibt weiter, dass diese Abklärungen einige Zeit in Anspruch nehmen werden. Wie lange, darüber konnte der Steinacher Gemeinderat gestern aufgrund von Ferienabwesenheiten keine Antwort geben.

Mit der Lösung zufrieden

Der Gemeinderat klärt aber nicht nur Alternativen in der Umgebung ab, sondern möchte die jetzige Lösung nochmals genauer anschauen. Deshalb hat er von der SSG Arbon eine Überprüfung der Berechnung des Schulgeldes verlangt. Was nicht passieren dürfe, sei, dass Steinach mit Folgekosten aus der Ablehnung der Steuerfusserhöhung belastet werde. Allfällige Schulden und daraus entstehende Zinsbelastungen dürfen bei der Berechnung des Schulgeldes nicht einbezogen werden. Grundsätzlich sei der Rat aber mit der Oberstufenlösung mit Arbon zufrieden. (Gk./ren)

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